Mit Blick auf die AfD verwies Herrmann auf die auch gerichtlich bestätigte Beobachtung der Gesamtpartei durch den Verfassungsschutz. Eine programmatische Neuausrichtung und insbesondere eine Abkehr von den gerichtlich bestätigten extremistischen Inhalten sei auch nach dem Landesparteitag am 20. Juni nicht zu erkennen.
Öffentlich bemühe sich die AfD Bayern zwar um ein gemäßigtes Auftreten und werbe in wertkonservativen christlich-konservativen Kreisen um mehr Akzeptanz. Eine ernsthafte Distanzierung gegenüber den extremistischen Kräften innerhalb der Gesamtpartei finde jedoch weiterhin nicht statt, so Herrmann.
Zunehmend geraten auch immer mehr Landtagsabgeordnete der AfD in den Fokus des Verfassungsschutzes. Wie in dieser Woche bekannt wurde, werden der stellvertretende Fraktionschef Benjamin Nolte, und die Parlamentarier René Dierkes und Franz Schmid beobachtet werden. Bei einem weiteren Abgeordneten werde die Beobachtung noch geprüft.
Linksextremismus
Auch aus der linksextremistischen Szene wird die Demokratie laut Herrmann herausgefordert. Der Kampf gegen Rechts und die AfD seien die bestimmenden Themen. "Aber auch die Gewaltandrohungen gegen Repräsentanten des Staates werden immer konkreter", sagte er. Die linksextremistische Aggression richte sich zudem immer öfter auch gegen die kritische Infrastruktur und bedrohe damit die gesamte Gesellschaft.