Verkauf an Konzern Maschinenbauer Ontec in Naila wohl gerettet

Mit dem Verkauf scheint Ontec über den Berg zu sein. Foto: Archiv

Ein chinesischer Konzern kauft die Firma. Die 120 Arbeitsplätze sollen erhalten bleiben.

Aufatmen in Naila: Der insolvente Maschinenbauer Ontec scheint gerettet, und wohl auch die 120 Arbeitsplätze. Ein Sprecher des Insolvenzverwalters Joachim Exner teilte Freitagmittag mit, dass es gelungen sei, das Unternehmen an die Lead Intelligent Equipment GmbH aus Nürnberg zu verkaufen. „Unter neuem Eigentümer wird Ontec künftig an der Elektrifizierung des Automobils teilhaben. Alle Arbeitsplätze sowie der Unternehmensstandort in Naila bleiben erhalten“, heißt es in der Pressemitteilung.

Bei der Lead Intelligent Equipment GmbH handele es sich um ein Tochterunternehmen von Wuxi Lead Intelligent Equipment, einen chinesischen Hersteller von Maschinen für die Hochleistungsakku-Produktion. „Am Standort Naila plant der neue Eigentümer anerkannte Maschinenbaukompetenz, um spezifische Kenntnisse zur Fertigung von Produktionsequipment für Batterien zu erweitern“, heißt es in der Mitteilung. Das Unternehmen verspreche sich damit kurze Reaktionszeiten im nationalen und internationalen Kundenservice.

Damit ist Ontec wohl aus dem Schneider. Im April diesen Jahres musste der Betrieb Insolvenz anmelden. Exner bezeichnete ihn damals als „Opfer der aktuellen Krisen“. Die harten Corona-Maßnahmen Chinas hätten einen wichtigen Markt für das Unternehmen aus Naila in China versperrt. Von heute auf morgen seien alle Bestellungen aus diesem Land weggebrochen. Mit dem Angriffskrieg auf die Ukraine fiel wegen der Sanktionen auch der russische Markt weg. Im vergangenen November war darüber hinaus Ontec Opfer eines Cyber-Angriffs. Hacker legten die Computer der Firma lahm und forderten Lösegeld für die Daten. Es habe viel Geld gekostet, die EDV wieder instandzusetzen, sagte Exner nach der Insolvenz, die nun ausgestanden scheint.

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