Sturmschäden Aufräumarbeiten nach Unwetter werden noch länger dauern

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Eine Frau schaufelt nach einem schweren Unwetter im Landkreis Freising Hagelkörner. Foto: Armin Weigel/dpa

Schwere Unwetter wüten in Oberbayern und werfen Bäume um. Ein Mann stirbt, weitere Menschen werden verletzt. Am Tag danach laufen noch immer Aufräumarbeiten.

Moosburg (dpa/lby) - Ein Toter, mehrere Verletzte und ein Stromausfall: Unwetter haben die Menschen im Norden Oberbayerns getroffen. Noch am Dienstag liefen die Aufräumarbeiten. "Es ist noch eine Menge Arbeit", sagte die Sprecherin des Landkreises Freising, Eva Zimmerhof, am Dienstag. Besonders betroffen waren am Montag die Stadt Moosburg an der Isar und umliegende Gemeinden, wo es zu einem stundenlangen Stromausfall kam. Die Feuerwehren rückten mehr als 300 Mal aus. Auch der Zugverkehr war am Dienstag noch zeitweise beeinträchtigt.

Bei dem Unwetter hatte am Montag ein umstürzender Baum im Landkreis Freising einen Radfahrer aus Baden-Württemberg erschlagen. Ein 15-jähriger Fußgänger und ein Autofahrer wurden schwer verletzt. Der Jugendliche schwebe nach letztem Kenntnisstand noch immer in Lebensgefahr, sagte der Dienststellenleiter der Polizeiinspektion Moosburg, Christian Bidinger, am Dienstagmittag.

Die Regionalbahnstrecke zwischen München und Regensburg war am Morgen wegen Schäden an der Oberleitung weiterhin zwischen Moosburg (Landkreis Freising) und Bruckberg (Landkreis Landshut) gesperrt. Diese sollten voraussichtlich bis zum Mittag repariert sein. Reisende mussten auf Busse umsteigen.

Von dem Stromausfall waren nach Angaben der Stadtwerke München etwa 13.000 Haushalte rund um Moosburg betroffen. Wegen des starken Sturms waren die Aufhängungen an den Freileitungen gerissen, so dass diese durchhingen. Bis 4.00 Uhr in der Nacht sei der Großteil der Kundinnen und Kunden wieder an die Stromversorgung angeschlossen gewesen, sagte eine Sprecherin. Die Reparatur der Schäden werde aber noch einige Zeit in Anspruch nehmen.

Stundenlang suchten Wasserwacht, Taucher und ein Polizeihubschrauber am Montag nach einer Frau, die nach Zeugenaussagen möglicherweise in einem Badesee bei Moosburg von dem Unwetter überrascht worden sein könnte. Die Suche blieb erfolglos. Es habe aber auch keine Vermisstenmeldung gegeben, sagte Bidinger. Am See seien keine Gegenstände gefunden worden, die darauf hinwiesen, dass jemand vom Baden nicht ans Ufer zurückgekehrt sei.

Im Süden des Landkreises Augsburg wüteten Unwetter ebenfalls heftig. Der Sturm entwurzelte Bäume, riss Strom- und Telefonleitungen ab. Keller liefen wegen des starken Regens voll, Straßen wurden überflutet. Ein Ast krachte nach Angaben der Polizeiinspektion Schwabmünchen auf das Auto einer 28-Jährigen und verletzte diese am Arm. Auch in Niederbayern wurden nach Angaben der Polizei ein Dutzend umgestürzte Bäume gemeldet.

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