Verkehrsministerin bestätigt: Stundentakt geht nicht verloren

red

Landtagsabgeordneter Alexander König hat dazu bei der bayerischen Verkehrsministerin Kerstin Schreyer angefragt. Aus ihrer Antwort geht hervor: Der Fahrplan soll sogar verbessert werden.

Jede Stunde, jede Richtung: Am Bahnhof Selbitz kann man tagsüber auch künftig stündlich nach Hof und nach Bad Steben fahren. Foto: Werner Rost

Hof - Am 25. August hatte sich der Hofer CSU-Landtagsabgeordnete Alexander König an die Bayerische Verkehrsministerin Kerstin Schreyer gewandt, um auf die hohe Relevanz des Stundentaktes beim Schienenpersonennahverkehr im Hofer Land hinzuweisen. In ihrem Antwortschreiben an König hat die Ministerin jetzt ausdrücklich betont, „dass an keiner Stelle Verschlechterungen geplant sind und auf allen Strecken mindestens das heutige Angebot gefahren wird.“ Wie berichtet, hatte König in einer Pressemitteilung die Befürchtung geäußert, der Stundentakt könne verloren gehen. Auf der jüngsten Regionalkonferenz der Bayerischen Eisenbahngesellschaft (BEG) sei dieser für wichtige Strecken in Oberfranken nur als „Eventualposition“ ausgewiesen worden. Wie Recherchen unserer Zeitung bereits ergaben, hatte König daraus falsche Schlüsse gezogen.

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Das bestätigt nun auch die Stellungnahme der Verkehrsministerin: „Die Befürchtung, dass es zu Taktausdünnungen kommen könnte, ist unbegründet“, teilt sie König mit. Dieser „freut sich über die Aussage der Staatsministerin“, dass auf der Region Hof vielmehr „ein besonderer Schwerpunkt der Angebotsverbesserungen“ liege. Ab dem Fahrplanjahr 2024 habe die Bayerische Eisenbahngesellschaft (BEG) mehr Züge bestellt, um den geplanten Haltepunkt Hof-Mitte besser anzubinden.

Wie die Staatsministerin ausführt, soll Hof-Mitte nach Fertigstellung aus Richtung Münchberg stündlich, aus Richtung Helmbrechts und Neuenmarkt-Wirsberg im zweistündigen Wechsel sowie aus Richtung Selb-Stadt alle zwei Stunden angefahren werden. Sobald der Bau einer Wendeanlage in Hof-Mitte abgeschlossen ist, wolle die BEG auch die Züge aus Asch und Eger nach Hof-Mitte fahren lassen. „Damit wird die Bahn für die regionale Erschließung im Hofer Land deutlich attraktiver werden“, schreibt Schreyer.

Sie weist zugleich darauf hin, dass nicht unbegrenzte finanzielle Mittel zur Verfügung stünden. „Da bei der Ausschreibung der BEG nicht genau vorhersehbar war, in welcher Größenordnung die Angebote der Bahnunternehmen im Budget zu Buche schlagen, mussten die Projekte priorisiert werden.“ Für die drei Strecken Weiden – Bayreuth – Weidenberg, Hof – Bad Steben, Münchberg – Helmbrechts habe die BEG deshalb die Schließung abendlicher Taktlücken ab Hof gegen 21.40 und 23.40 Uhr samt Rückfahrten als Eventualposition mit einer zusätzlichen Verkehrsleistung von knapp 200 000 Zugkilometern pro Jahr angefragt.