Vernissage in Münchberg Zeller Künstler will Blickwinkel öffnen

red
Der junge Künstler Tobias Raithel aus Zell (Mitte) stellt zurzeit in Münchberg aus. Unser Foto zeigt ihn mit Kulturreferent Rainer Ott (rechts) und Unternehmer Sebastian Wunderlich, Hausherr der Ausstellungsräume. Foto: /Privat

Seit Samstag stellt Tobias Raithel in Münchberg elf Acrylgemälde aus. Der 28-Jährige bannt den gesellschaftlichen Wandel in Farbe.

Mit „Sowas wie Kunst“ wagt ein junger Mann aus Zell in Münchberg gerade seine ersten Schritte in der Welt der Künstler und Dichter: Tobias Raithel stellt seit Samstag elf Acrylgemälde in den Räumen der Firma Gourmet Wunderlich aus. Wie aus einer Mitteilung hervorgeht, bringt er in den Werken seine Gedanken zum gesellschaftlichen Wandel zum Ausdruck.

50 Interessierte schauten sich zur Vernissage an, wie Raithel mit Pinsel und Farbe, aber auch mit Humor und Tiefgang zum Nachdenken anregt. Für Kunstneulinge ebenso wie für -kenner, so heißt es in der Mitteilung weiter, bieten die Werke eine moderne, unterhaltsame Abwechslung zur oft als snobistisch verrufenen Szene, die neue Lust auf Kunst macht.

Rainer Ott, Referent für Kultur der Stadt Münchberg, begrüßte die Besucher in der lichtdurchfluteten Veranstaltungshalle. Auf die Frage, was ihn zu den Werken inspiriert habe, antwortete Raithel: Der Begriff Kunst wirke oft abschreckend groß und einer elitären Szene vorbehalten. In Wahrheit aber stecke in allem und jedem „sowas wie Kunst“. Oftmals fehle einem zum Erkennen nur der richtige Blickwinkel oder jemand, der darauf hinweise. „Dieser jemand möchte ich sein.“ Mit seinen Acrylbildern bietet er einen facettenreichen Mix aus abstrakter Kunst und kritischem Realismus mit neuinterpretierten Elementen aus dem Barock. Auch Situationen aus dem aktuellen Weltgeschehen stellt er dar. Bildbeschreibungen laden zur Reflexion über den persönlichen, gesellschaftlichen aber auch wirtschaftlichen Wandel ein. „Je besser man die Welt versteht, desto eher kann man sie zeichnen“, sagt der 28-jährige Künstler. Mit einer Frische an Farben und Motiven sowie einem soziökonomischen Bezug wolle er auch in Jüngeren das Interesse wecken.

Musikalisch begleitet wurde das Programm von Hartmut und Daniel Rödel. red

 

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