"Sollte es nicht ausreichen, da stellt sich die Frage, wie man Regelungen einzieht, dass wir dann auch verpflichtend junge Männer zum Wehrdienst einziehen." Sensburg betont die Einbindung ausgebildeter Reservisten: Es würden die einbezogen, die den Status Reservist haben und unter 65 sind.
Dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) sagte Sensburg, er befürworte im Fall der Einführung einer Wehrpflicht die Auswahl nach Qualitätskriterien. "Es gibt zwei Verfahren, das Los- und das Nachrückverfahren, bei dem die Qualifiziertesten gezogen werden." Er wäre eher für das Nachrückverfahren, sagte Sensburg. "Das wäre die einfachere und gerechtere Variante." Aber auch das Losverfahren sei unter Gerechtigkeitsaspekten nicht ausgeschlossen.
Schüler-Union für mehr Mitspracherecht
Der Vorsitzende der Schüler Union, Manuel Stroh, fordert mehr Mitspracherecht und Berechenbarkeit für seine Generation. "Junge Menschen wollen ihre Zukunft verlässlich planen können", sagte er dem "Spiegel". "Es ist wirklich nervenaufreibend, wenn sich die Wehrpflichtdebatte innerhalb weniger Stunden mehrmals dreht und am Ende keiner mehr weiß, was Sache ist." Er erwarte "ein wasserdichtes Konzept, mit dem meine Generation planen kann", sagte Stroh.