Vierjähriger aus Bad Rodach Matheo wollte noch einmal ans Meer

Der kleine Kämpfer aus Bad Rodach leidet an einer weit fortgeschrittenen Tumorerkrankung. Das Erlangener Kinderpalliativzentrum ermöglichte ihm nun seinen großen Wunsch.

Mit seiner eigenen Kamera hielt Matheo viele der unvergesslich schönen Momente mit seiner Mama fest. Foto: Celine Müller

Noch einmal mit der Mama ans Meer: Dieser große Wunsch des kleinen Matheo ging nun in Erfüllung. Die Stiftung für krebskranke Kinder Coburg ermöglichte dem vierjährigen Patienten des Kinderpalliativzentrums des Uniklinikums Erlangen eine Reise nach Warnemünde. Das teilte die Klinik in einer Pressemitteilung vom Dienstag mit.

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Vier Tage lang konnte demnach Matheo dort die Nase in den Wind halten, den Sand zwischen seinen Zehen spüren und seine Füße in die Ostsee tauchen. Auch eine aufregende Fahrt mit der bekannten Bäderbahn Molli, Planschen im Schwimmbad und Restaurantbesuche standen auf dem Programm. „Matheo war noch nie im Meer. Dass ihm dieser Herzenswunsch nun erfüllt wurde, ist ein ganz großes Geschenk“, sagt Dr. Chara Gravou-Apostolatou, Sprecherin des Kinderpalliativzentrums. Gemeinsam mit ihrem Team habe sie den Jungen aus Bad Rodach, der an einer weit fortgeschrittenen Tumorerkrankung leidet, betreut.

„So viel Wasser und die Wellen waren so schnell“

„Da war so viel Sand, und das Meer, ich konnte meinen Augen nicht trauen. So viel Wasser und die Wellen waren so schnell“, schrieb Matheos Mutter in seinem Namen in einer E-Mail an das Erlanger Kinderpalliativteam. „Und kalt wurde es. Da habe ich mich in die Decke eingekuschelt und habe das einfach genossen.“ Die Tage von Matheo, seiner Mutter und Freundin Dilara waren voller Action, aber auch voller Ruhe und Gemeinsam-Zeit.

Superhelden am Meer: Matheo und seine Spielzeugfiguren hatten viel Spaß am Strand. Foto: Celine Müller

„Der Junge und seine Mama haben so viele wertvolle Erinnerungen mit nach Hause genommen“, freut sich Yvonne Hadert, Sozialpädagogin im Kinderpalliativzentrum, die die Organisation der Reise übernommen hatte. „Sie haben uns jeden Tag eine E-Mail geschrieben und von ihren Erlebnissen erzählt, zum Beispiel von Möwen, die Eis aus den Händen von Touristen klauen.“ Finanziert wurde die Reise durch Spendengelder der Stiftung für krebskranke Kinder Coburg.