Volleyball 3. Liga Mehr Topspiel geht nicht

Ob die VGF auch nach dem Top-Spiel gegen Eltmann jubeln kann? Foto:  

An diesem Samstag richten sich alle Blicke nach Marktredwitz: Dort empfängt die VGF als Tabellenzweiter um 20 Uhr den noch ungeschlagenen Spitzenreiter VC Eltmann.

Es ist ein absolutes Spitzenspiel, das an diesem Samstag (20 Uhr) für die VGF Marktredwitz ansteht. Zu Gast in der MAKarena ist der unangefochtene Tabellenführer VC Eltmann. Erster gegen Zweiter, die heimstärkste Mannschaft gegen die beste Auswärtsmannschaft der Liga: Mehr Topspiel geht nicht. Allerdings hätten die Zielstellungen der beiden Kontrahenten vor der Saison nicht unterschiedlicher sein können: Die Marktredwitzer wollten frühzeitig eine optimale Ausgangsposition im Abstiegskampf erreichen, Eltmann hatte als einziges Ziel die Meisterschaft und den Aufstieg in die zweite Bundesliga. Dementsprechend hat sich der Ex-Bundesligist aus Unterfranken vor der Saison nochmals verstärkt und den ohnehin starken Kader nochmal aufgewertet.

Mit Janis Hopt kam ein 2,05 Meter großer Hüne, der Volleyball in der Kaderschmiede des deutschen Rekordmeisters VfB Friedrichshafen gelernt hat und danach durchgehend in der ersten Bundesliga tätig war. Er ist der Spielmacher des VC Eltmann, wird jedoch in wichtigen Situationen zum Angreifer und nutzt seine Größe, um die wichtigen Punkte für seine Mannschaft zu holen. Zudem ist er ein extrem starker Aufschläger, der immer für ein Ass gut ist.

Klare Verhältnisse im Hinspiel

Aber Volleyball ist bekanntlich ein Mannschaftssport, weshalb die Verantwortlichen aus Eltmann vor der Saison einen enorm starken Kader zusammengestellt haben. So gut wie alle Spieler haben mindestens Zweitligaerfahrung und haben das im bisherigen Saisonverlauf auch bewiesen. Lediglich zwei Sätze gab Eltmann bisher ab. Von zehn Spielen wurden neun ohne Satzverlust gewonnen. Nur gegen Eibelstadt schwächelte die Eltmanner Angriffsmaschinerie ein wenig und musste in den Tiebreak. Das Hinspiel gegen die VGF konnten die Unterfranken mit 3:0 gewinnen, wenngleich die Sätze relativ knapp waren und das Schiedsgericht damals auch seinen Teil dazu beitrug, dass das Spiel nicht spannender war.

Bei der VGF ist die Euphorie nach dem Erreichen der Playoffs nach wie vor groß. Angetreten mit dem Saisonziel Klassenerhalt, hat man diesen bereits zwei Tage vor Ende der Vorrunde sicher. Die Basis dafür hat die Mannschaft zuhause gelegt, hat hier alle fünf Partien gewonnen, die volle Punktausbeute erreicht und lediglich zwei Sätze abgegeben. Für eine derartige Heimstärke ist Marktredwitz aus früheren Jahren bekannt und auch gefürchtet. Vergleicht man die beiden Kontrahenten, dann sind die Hausherren in der Rückrunde bisher nur einen Punkt schlechter als die Gäste. Somit ist klar, wo und wann die VGF die Punkte hat liegen lassen, nämlich in der Vorrunde.

Mit breiter Brust

Daher geht die VGF mit breiter Brust in diese Partie. Trainer Jan Liebscher kann aus dem Vollen schöpfen und hat somit alle Optionen offen. Ein wenig traurig stimmt ihn natürlich die beschränkte Hallenkapazität. Zu früheren Zeiten wäre die Halle mit über 400 Zuschauern proppenvoll gewesen. Hier wird jedoch schon intensiv an einer Lösung gearbeitet, um zumindest die bisherige maximale Zuschaueranzahl von 125 aufstocken zu können. „Wir haben hier die volle Unterstützung der Familie König, die bisher alles dafür getan haben, dass überhaupt ein Spielbetrieb möglich ist“ sagt Liebscher. Hallenöffnung ist um 19 Uhr.

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