Volleyball 3. Liga VGF muss Schippe drauflegen

Soll das Spiel der VGF Marktredwitz künftig in die richtigen Bahnen lenken: der 25-jährige Neuzugang Viktor Bergmann. Foto: Peter Perzl/FOTO PERZL

Der TSV Zirndorf gastiert in Marktredwitz. Trainer Jan Liebscher misst dem Duell zweier siegloser Mannschaften enorme Bedeutung zu.

Das lange Warten hat ein Ende: Der Heimauftakt in Volleyballs dritthöchster Spielklasse steht für die VGF Marktredwitz an. Zu Gast ist am Samstag um 20 Uhr der TSV Zirndorf. Und eines haben die Kontrahenten bei diesem Duell gemeinsam: Beide haben ihre Saisonpremiere ordentlich versemmelt. Während die VGF zumindest einen Satz gewinnen konnte, kam der TSV Zirndorf im ersten Match überraschend deutlich mit 0:3 gegen München unter die Räder.

Dabei zählt der Marktredwitzer Coach Jan Liebscher die Mittelfranken eigentlich zu den Mitfavoriten auf die Meisterrunde. Schließlich hat sich der TSV neben der ohnehin schon starken Besetzung noch einmal mit einem Mittelblocker aus der zweiten Bundesliga verstärkt. Dazu kommt mit Severin Bienek ein Rückkehrer auf der Diagonalposition, der vergangene Saison ein Auslandssemester absolviert hat. Dennoch musste Trainer Michael Hänsel, ein langjähriger Weggefährte von Liebscher, einen Umbruch vollziehen. Einige etablierte Kräfte haben sich verabschiedet und die Mannschaft wurde durch vier junge Spieler aufgefüllt. Besonderes Augenmerk werden die Marktredwitzer wohl wieder auf Tim Rosenow werfen müssen, der schon in der vergangene Spielzeit für einiges an Kopfzerbrechen auf Seite der VGF sorgte. Der sprunggewaltige Angreifer verfügt über eine enorme Abschlaghöhe und besitzt trotz seines jungen Alters auch einige Jahre Bundesligaerfahrung. Ihn in den Griff zu kriegen, wird die Hauptaufgabe des Marktredwitzer Blocks.

Richtungsweisender Charakter

Wie Zirndorf steht die VGF nach dem ersten Spieltag ebenfalls ohne Punkte da. Ein wenig trauert man sicherlich noch dem ersten verlorenen Satz in Leipzig hinterher, als man einen deutlichen Vorsprung und drei Satzbälle nicht nutzen konnte, um mit einem Satzgewinn in die Liga zu starten. Doch vieles hat bereits sehr gut funktioniert und man konnte über weite Strecken mit dem selbst ernannten Aufstiegsaspiranten aus Leipzig mithalten. Diese Form gilt es zu bewahren und noch ein Schippe draufzulegen. Trotz des frühen Saisonzeitpunkts misst Liebscher dem Spiel gegen Zirndorf enorme Bedeutung bei. Mit einem Sieg wäre Marktredwitz in der Saison angekommen und könnte dann mit breiter Brust zum Favoriten VC Eltmann reisen. Bei einer Niederlage stünde man bereits früh unter Druck.

Die Fichtelgebirgler haben aktuell eine kleine Krankheitswelle zu verkraften und müssen auch auf Max Schwinger (privat verhindert) und voraussichtlich Joschi Liebscher verzichten, der allerdings wieder die Funktion des Trainers übernehmen wird. Mit einer Leistung wie in Leipzig ist ein Sieg und somit drei wichtige Punkte für die VGF drin.

In der MAKarena sind wieder 125 Zuschauer zugelassen, die Halle öffnet um 19 Uhr.

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