Volleyball-Drittligist VGF Marktredwitz muss nach Jena Ein Spiel mit viel Brisanz

Erwischt Tomas Houda, wie beim Hinspiel der VGF gegen Jena, erneut einen Glanztag? Foto: /Peter Perzl

Der Volleyball-Drittligist VGF Marktredwitz ist an diesem Samstag zu Gast beim VSV Jena. Mit einem Sieg wäre ein großer Schritt in Richtung Playoffs getan.

Marktredwitz - Es ist für die Marktredwitzer Volleyballer das wohl bislang wichtigste Spiel dieser Saison, wenn sie an diesem Samstag (19.30 Uhr) im thüringischen Jena gastieren. Die Ausgangslage in der heuer zweigeteilten 3. Liga Ost ist in der Vorrundengruppe 1 relativ klar: Der VC Eltmann und der TSV Eibelstadt haben die Teilnahme an den Play-offs mit den drei Erstplatzierten der Gruppe 2 bereits sicher. Um den verbliebenen letzten Platz spielen insgesamt vier Mannschaften: neben der VGF Marktredwitz (8 Punkte/7 Spiele) noch der TSV Zirndorf (7/8), der VC Zschopau (6/4) und eben der VSV Jena (5/7). Während Zschopau und Marktredwitz auch noch beim Ligaprimus VC Eltmann antreten müssen, spielen Zirndorf und Jena nur noch gegen die direkten Konkurrenten um Platz drei.

Sieg wäre doppelt wichtig

Die Brisanz der Partie in Jena dürfte somit allen Beteiligten bei der VGF klar sein. Zwar steht Marktredwitz aktuell noch auf einem Playoff-Platz, allerdings ist das Tabellenbild aufgrund einiger Nachholspiele doch ziemlich schief. Ein Sieg in Thüringen wäre in zweierlei Hinsicht sehr wichtig. Mit einem Dreier würde die VGF zunächst einmal auf Playoff-Kurs bleiben. Sollten die Fichtelgebirgler aber doch in die Playdowns rutschen, würden sie aus den Partien gegen Jena sechs Punkte mitnehmen und somit ein gutes Polster aufweisen. Die Marschroute ist also klar, auch wenn Trainer Jan Liebscher nicht zu viel Druck aufbauen will. Schließlich sei es immer noch eine durch Corona stark beeinflusste Saison, die in der zweiten Vorrundengruppe aufgrund mehrerer kurzfristiger Spielabsagen schon wieder ins Stottern zu geraten scheint.

Der VSV Jena hat sich sicherlich mehr vor der Saison ausgerechnet. Mit einem 14 Mann starken Kader galten die Thüringer eigentlich als kleiner Geheimfavorit, nachdem sie bereits vor Corona eine starke Saison gespielt haben. Auch der Start in die laufende Serie gestaltete sich mit einem Sieg gegen Zirndorf und einer knappen Niederlage gegen den Ligafavoriten Eltmann sehr erfolgversprechend. Doch aufgrund Krankheiten und Verletzungen lief es in der Folge nicht mehr rund. Den Start in das Jahr 2022 haben die Thüringer ebenfalls versemmelt und kassierten eine 0:3-Niederlage gegen Zirndorf.

Zwei Schippen drauflegen

Bei der VGF hingegen ist schon eine gewisse Nervosität zu spüren, zumal die Partie eben in doppelter Hinsicht enorm wichtig ist. Im Hinspiel gegen Jena hatte Tomas Houda einen Glanztag erwischt. In Angriff und Block war der Neuzugang beim damaligen 3:0-Sieg überhaupt nicht in den Griff zu kriegen. Bleibt zu hoffen, dass er erneut eine derartige Leistung abrufen kann, zumal er aufgrund einer Erkrankung lange nicht zum Training erscheinen konnte. Zudem hat sich Petr Zakovsky am Dienstag an den Bändern verletzt. Er sollte jedoch einsatzfähig sein. Gut aufschlagen und gleich mit dem ersten Ball Druck erzeugen. Die Annahme der VGF ist sicherlich nicht das Problem in der diesjährigen Saison. Vielmehr ist es die Durchsetzungskraft im Angriff, die dem Trainer Kopfzerbrechen bereitet. Hier gilt es zwei Schippen draufzulegen, um am Ende nicht mit leeren Händen dazustehen. JL

Autor

 

Bilder