Volleyball VGF verliert auf der Hinfahrt viele Nerven

Jan Liebscher
Für die VGF Marktredwitz war der Samstag ein gebrauchter Tag. Foto: imago images/Gerry Schmit/Gerry Schmit via www.imago-images.de

Die VGF unterliegt beim Tabellenzweiten der Drittliga-Playoffs mit 2:3. Die Oberfranken erwischen einen schwachen Tag – nicht nur sportlich.

Es war schon ein wildes Spiel, das die 90 Zuschauer im verschneiten Oberbayern zwischen dem TSV Grafing und der VGF Marktredwitz zu sehen bekamen. Los ging die wilde Fahrt schon mit der Anreise: Ein vergessener Autoschlüssel, ein kaputter Scheibenwischer und dichtes Schneetreiben ließen den VGF-Bus spät, aber noch rechtzeitig ankommen. Und der wilde Ritt ging in der Halle weiter. Die VGF startete mit der üblichen Sechs, kassierte gleich vier Punkte am Stück, um dann selber wieder fünf auf der Habenseite zu verbuchen und mit 7:5 in Führung zu gehen. Das Spiel wogte im ersten Satz hin und her, bis sich die Marktredwitzer einen 18:12-Vorsprung erarbeiteten. Der schmolz jedoch wieder dahin, bis Joschi Liebscher bei 23:22 aus Marktredwitzer Sicht eine Auszeit nahm. Nach weiteren drei gespielten Punkten versenkte dann Jonas Lindner einen Aufsteiger im gegnerischen Feld und sorgte so für die 1:0-Führung der Gäste.

Im zweiten Satz ging es zu Beginn so weiter, doch schon da zeigte sich, dass die VGF nicht ihren besten Tag erwischt hatte. Immer wieder blieben die Angreifer im starken Block der Oberbayern hängen. TSV-Blocks sollten es am Ende 24 sein, nur 17 bei Marktredwitz. Der TSV setzte sich von Beginn an mit 7:4, 10:5, 18:13 ab und hielt die VGF stetig auf Abstand. Tiepner kam gleich zu Satzbeginn für Soderer, der nicht die übliche Durchschlagskraft an den Tag legte, konnte aber auch keine Akzente setzen. So kam es, dass die Grafinger beim 24:18 einen der vielen Blocks draufsetzten und nach Sätzen zum 1:1 ausglichen.

Danach folgte fast schon ein Debakel für die Oberfranken: Während es beim 8:10 noch nicht so schlimm für die VGF aussah, machte sie am Ende nur noch fünf weitere Punkte, während die Hausherren 15 drauflegten. Die Schiedsrichter trugen auch noch ihren Teil bei, leiteten schwach und fällten auf beiden Seiten etliche Fehlentscheidungen. Joschi Liebscher versuchte alles, brachte Zusann für Bergmann. Ohne Erfolg.

Sollte es das schon gewesen sein? Nein! Nach einem 6:8-Rückstand im dritten Satz kämpfte sich die VGF noch einmal ran. Mehr als einen Punkt setzte sich in der Folge aber keine der Mannschaften ab. Beim Stande von 24:24 wehrte die VGF vier Angriffe des TSV ab, bevor der fünfte der Hausherren im Netz landete. Satz-Ausgleich und Tiebreak.

Da erwischte die VGF wieder den schlechteren Start und lag bei der ersten Auszeit mit 2:5 in Rückstand, kämpfte sich danach ran. ging mit 13:12 in Führung. Dann folgte jedoch ein erfolgreicher Angriff der Hausherren und zwei Blocks gegen Tomas Houda, und das Spiel war zugunsten der Grafinger entschieden.

VGF: Jan und Joschi Liebscher, Lindner, Soderer, Houda, Bergmann, Zusann, Weber, Schwinger, Tiepner, Zakovsky. – Sätze: 3:2 (23:25/25:18/25:13/24:26/15:13).

 

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