Vor dem Start am Freitag Die DEL2 freut sich auf den VER

DEL2-Geschäftsführer René Rudorisch, der den VER für die gute Arbeit bei der Lizenzierung lobte, wird am Sonntag in der Netzsch-Arena zu Gast sein. Foto: /DEL2

Bei der Saisoneröffnungs-Pressekonferenz der Liga findet Geschäftsführer René Rudorisch viele lobende Worte über den Neuling. Er sieht Selb als einen „zukunftsorientierten Eishockey-Standort“.

Selb - Noch einmal schlafen, dann ist auch der VER Selb mit seinen Fans so richtig in der DEL2 angekommen. Die Wölfe starten an diesem Freitag (20 Uhr) bei den Bayreuth Tigers gleich mit einem Hammerderby in ihre erste Saison in der zweithöchsten deutschen Eishockeyliga seit 35 Jahren. Und der Neuling wird mit offenen Armen empfangen. Das verdeutlichte am Dienstag bei der Saisoneröffnungs-Pressekonferenz der Ligagesellschaft in Leipzig nicht nur DEL2-Geschäftsführer René Rudorisch. „Wir freuen uns unglaublich auf den nächsten Aufsteiger aus der Oberliga und sind froh, den VER in unserem Kreis zu haben“, sagte Rudorisch, der Selb noch aus seiner Zeit in Crimmitschau kennt und sich gerne an „alte Derbys und geniale Stimmung“ mit über 5000 Zuschauern zurückerinnert.

Auch Franz-David Fritzmeier, Sportdirektor der Löwen Frankfurt, hat mit den Wölfen schon seine Bekanntschaft gemacht als Ex-Trainer der Füchse Duisburg. „Die Vereine müssen sich in Selb warm anziehen“, erinnert sich der 41-Jährige an einige heiße Playoff-Duelle und den Hexenkessel Netzsch-Arena.

Tolle Fans, große Tradition

Rudorisch, der zum Heimauftakt der Wölfe am Sonntag (17 Uhr) gegen die Kassel Huskies in Selb zu Gast sein wird („Ich freue ich darauf“), lobte bei der Online-Pressekonferenz die gute Arbeit des „aufstrebenden und zukunftsorientierten Eishockey-Standorts Selb“ mit seinen tollen Fans und großer Eishockey-Tradition. Es sei nicht nur schwer gewesen, sich sportlich für die DEL2 zu qualifizieren. „Die Verantwortlichen haben im Sommer auch hart gearbeitet, um das Lizenzierungsverfahren zu meistern. Selb ist ein Standort mit viel Entwicklungspotenzial und hat klare Visionen für den Nachwuchs“, erklärte Rudorisch, und verwies auf die umfangreichen Umbaumaßnahmen der Wölfe.

Der 43-jährige DEL2-Geschäftsführer teilte mit, dass sich die Umsätze der 14 Klubs auf 40,4 Millionen Euro für die Hauptrunde belaufen. Die Personalkosten aller Teams würden bei 22 Millionen Euro liegen. Die Vereine hätten bei ihrer Budgetplanung auch Puffer eingebaut, um auf eventuell auftretende Corona-bedingte Effekte reagieren zu können.

Fans müssen bereit sein zur Stadionrückkehr

Die beste Nachricht im Sommer sei gewesen, dass wieder Zuschauer zugelassen sind – wenn auch nach streng reglementierten Auflagen. „Wichtig ist jetzt, dass die Fans bereit sind, in die Stadien zurückzukommen. Die Vereine und Teams haben es mehr als verdient“, sagte Rudorisch. Er verwies auch auf die Auf- und Abstiegsregelung für die kommende DEL2-Spielzeit. Der Meister habe das Aufstiegsrecht in die DEL. Allerdings haben dafür im Vorfeld der Saison nur die Frankfurt Löwen die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen nachgewiesen. Aus der DEL wird es in jedem Fall einen sportlichen Absteiger geben. Wenn Frankfurt tatsächlich aufsteigt, wird es aus der ersten Liga zwei Absteiger geben – und die DEL2 würde nächstes Jahr mit 15 Mannschaften an den Start gehen. Den Weg in die Oberliga muss nach der am Freitag startenden DEL2-Saison eine Mannschaft – der Verlierer der zweiten Playdown-Runde – antreten.

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