Worum es bei den Zwischenwahlen geht
Am 3. November stimmen die Amerikanerinnen und Amerikaner unter anderem über die Sitze im Repräsentantenhaus und einen Teil der Sitze im Senat im US-Kongress ab. Aktuell halten die Republikaner in beiden Kammern eine knappe Mehrheit und wollen diese verteidigen. Sollte Trumps Partei verlieren, hätte der US-Präsident deutlich schlechtere Karten, seine Politik in den noch gut zwei Jahren seiner verbliebenen Amtszeit durchzusetzen.
Trump sät immer wieder Misstrauen an fairen Wahlen in den USA. So behauptet er seit Jahren fälschlicherweise, um seinen Sieg bei der Präsidentschaftswahl 2020 betrogen worden zu sein - obwohl das vielfach widerlegt ist.
Trump wütet gegen von ihm berufene Richter
Trump nutzte die Gerichtsentscheidung für eine weitere Abrechnung mit den Richterinnen und Richtern. "Das sind nicht die Leute, die ich für eine Tätigkeit am Obersten Gerichtshof der Vereinigten Staaten befragt habe", schrieb er mit Blick auf die von ihm berufenen Richterinnen und Richter. Der US-Präsident unterstellte dem Gericht, sich von der radikalen Linken beeinflussen zu lassen.
Tatsächlich gilt das oberste Gericht nach den Neubesetzungen durch Trump als so konservativ wie lange nicht, drei der neun Richter wurden von ihm ausgesucht. Die Macht des Präsidenten hatte der Supreme Court in mehreren Entscheidungen erheblich ausgeweitet.
Kaliforniens demokratischer Gouverneur Gavin Newsom warf Trump hingegen "Angriffe auf die Demokratie" vor und begrüßte die Entscheidung des Obersten Gerichtshofs. Sein Bundesstaat war einer von vielen im Land, die wegen des Trump-Vorstoßes vor Gericht gezogen waren. "Das amerikanische Volk hat endlich Gewissheit, was den Wahlprozess unseres Landes angeht", schrieb Newsom auf der Plattform X. Die Briefwahl stehe allen offen, die sie benötigten.