Fichtelgebirge Spendenbereitschaft übertrifft alle Erwartungen

Beim Stadtmarkt in Schönwald für die Hochwasseropfer kommen 9217 Euro zusammen. Das Angebot lockt die Besucher außerdem zum Bummeln und Einkaufen.

Schönwald - Diese Aktion der Stadt Schönwald ist in jeder Hinsicht ein voller Erfolg gewesen: Zum einen stand beim ersten Stadtmarkt am Freitag die Spendensammlung für Hochwasseropfer – auch jene in der Gemeinde Regnitzlosau – im Vordergrund. Zum anderen nutzten die überaus zahlreichen Besucher bei herrlichem Sommerwetter die attraktiven Angebote an den Ständen der regionalen Anbieter, Vereine oder Organisationen ausgiebig zum Einkauf. Am Ende wurden bei der von Stadträtin Tina McNally-Brehm initiierten, kurzfristig organisierten Spendensammlung 9217 Euro erzielt. Ein wirklich tolles Ergebnis!

Stände überrannt

Die Besucher störte auch nicht, dass auf dem weitläufigen Gelände vom Rathaus bis zum Sportplatz des TV Schönwald eine FFP 2-Maske getragen werden musste. Von 13 Uhr an strömten die Menschen zum Markt, und das Interesse an dieser bisher einmaligen Veranstaltung ließ bis 18 Uhr kaum nach.

Förmlich überrannt wurden die Stände, an denen die Spenden zugunsten der Hochwasseropfer gesammelt wurden. So waren die Lose der Tombola, für die Firmen und Geschäfte teils hochwertige Gewinne zur Verfügung gestellt hatten, schon nach gut zwei Stunden ausverkauft. Auch am Glücksrad des TV Schönwald freuten sich nicht nur die Kinder über die Auswahl an Gewinnen, die vorwiegend von örtlichen Firmen gesponsert worden waren.

1219 Runden für die gute Sache

Hauptsächlich mit Geldscheinen wurden die Spendenboxen gefüttert, die für die Geschädigten in der Gemeinde Regnitzlosau und für die bundesweite Sammelaktion „Deutschland hilft“ aufgestellt worden waren. Mit einem Spendenlauf beteiligte sich zusätzlich der 1. FC Schönwald, der auf dem Sportplatz des TV Schönwald einen Parcours vorbereitet hatte. Vorwiegend Kinder drehten dabei 1219 Runden. Für jede Laufrunde oder mit je einem Pauschalbetrag unterstützten heimische Firmen, aber auch private Sponsoren diesen sportlichen Beitrag zum Schönwalder Spendentag.

Die Marktbesucher öffneten aber nicht nur ihre Geldbeutel, um die Hochwasseropfer zu unterstützen, sondern griffen auch beim vielfältigen Angebot an den Ständen gerne zu. Das Angebot reichte von Handgefertigtem aus Naturmaterialien oder Schafwolle, über Porzellanartikel, Marmeladen, Bio-Öle und Frischkäse, von Kulinarischem bis zu bunten Motiv-Luftballons für Kinder. Bei der Bergwacht konnten die Besucher das Rettungsfahrzeug besichtigen und am Übungstorso die Kenntnisse in Erster Hilfe vertiefen.

„Super Aktion!“

„Für mich ist es einfach beeindruckend, dass die Partnerschaft aus dem Integrierten Ländlichen Entwicklungskonzept Dreiländereck mit Schönwald nicht nur für bürokratische Zwecke da ist, sondern dass sie heute auch mit Leben gefüllt wird“, unterstrich Bürgermeister Jürgen Schnabel aus Regnitzlosau.

Der Schönwalder Bürgermeister Klaus Jaschke bedankte sich bei allen Ehrenamtlichen, Helfern, Sponsoren und Spendern, die durch ihr Engagement zum Gelingen dieses besonderen Stadtmarktes beitrugen. „Das Ergebnis übertrifft all unsere Erwartungen! Danke, Schönwald!“, freute er sich. Und die Schönwalder Bürger waren einhellig der Meinung: „Eine super Aktion – und gerne wieder einen Stadtmarkt in dieser Form.“

Das Spendenergebnis
Die Gesamtsumme der Spendensammlung beträgt laut Bürgermeister Klaus Jaschke 9217 Euro. Für Regnitzlosau kamen 4949,75 Euro, für „Deutschland hilft“ 4267,35 Euro zusammen. Entsprechend der Runden beim Spendenlauf gaben sowohl die Firma Bexo und die Firma Siegel jeweils 1219 Euro. Einzelspenden für den Lauf kamen von den Firmen Rapa mit 500 Euro, Autolackiererei Thumser 500 Euro und Deutsche Vermögensberatung (Agentur Schönwald, Michael Miedl) 609,50 Euro. Werner Lindig ließ der Aktion über den TV Schönwald eine Spende in Höhe von 500 Euro zukommen. Der Erlös der Tombola, bei der jedes Los für fünf Euro einen Gewinn sicherte, betrug über 1100 Euro. Weitere Spenden kamen unter anderem vom TV Schönwald (Glücksrad), von der Kolpingfamilie (Kuchen), von den Eltern des Kindergartens (Muffins) und vom Foodtruck „Fichtelburger“, der für jede verkaufte Essensbox einen Euro beisteuerte. G. L.
 

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