Auch die örtliche Dachdeckerei Rank begibt sich damit auf Neuland. „Man lernt nie aus“, meint der Chef Michael Rank, der mit zwei Mitarbeitern auf der Dachlattung balanciert und die Schindeln in der Größe 50 mal 50 Zentimeter einhängt und mit einer Schraube in der Lattung fixiert. Aus der Nähe ist die Mini-PV-Anlage in jeder Dachschindel zu erkennen, aber beim Blick von der Straße aufs Dach nicht. Claus-Dieter Schiller erzählt, dass er durch einen Fernsehbeitrag über Photovoltaik auf denkmalgeschützten Häusern darauf aufmerksam wurde und dann recherchiert hat. „Mein erster Antrag ist abgelehnt worden, doch die geänderte Gesetzgebung ließ den erneuten Antrag zu. Es gibt eine Genehmigung und auch einen Zuschuss vom Bayerischen Amt für Denkmalpflege und der Oberfrankenstiftung“, erläutert der Hausbesitzer. Er ist damit Vorreiter in der Region. „Außer in Bamberg ist mir nichts von einer Dacheindeckung mit Solarschindeln auf denkmalgeschützten Häusern bekannt“, erläutert Schiller – und erhält Bestätigung vom Dachdecker. „Klimaschutz und Denkmalschutz müssen kein Widerspruch mehr sein, da durch die Solarschindeln der Charakter des Hauses nicht verändert wird“, freut sich Schiller. Die Solarschindeln unterscheiden sich optisch nicht von anderen – bis auf einen in Handarbeit überklebten Silberstreifen. Schiller hat keine Mehrkosten, da sein Dach als Referenzobjekt von der Firma anerkannt wurde.