Nein, sie wollen keine Verhinderer sein. Im Gegenteil. Auch wenn zuweilen am Stammtisch der berühmte Feldhamster erwähnt wird, den die Naturschützer angeblich immer dann herbeizaubern, wenn irgendwo eine neue Straße, ein Gewerbeobjekt oder andere Großprojekte verwirklicht werden sollen. Die Vorsitzende der Wunsiedler BN-Kreisgruppe Heike Schöpe kennt all diese Vorurteile. Daher hält sie sich nicht lange mit Vorreden auf, sondern setzt auf eine klare Sprache – auch beim Megathema Windkraft: „Ja, der Bund Naturschutz bekennt sich ausdrücklich zum Klimaschutz, und es gilt, die Kohlendioxid-Produktion einzudämmen. Deshalb ist der Ausstieg aus der konventionellen Energiegewinnung ebenso unabdingbar wie ein Umsteuern in Richtung erneuerbarer Energien aus Windkraft, Geothermie, Photovoltaik und anderen Alternativen.“ Soweit, so gut. Doch dann kommt das Aber: „Der Bund Naturschutz im Landkreis befindet sich in einem Spannungsfeld“, heißt es in einem Positionspapier zur Windkraft, das Heike Schöpe und BN-Geschäftsstellenleiterin Johanna Machala in einem Gespräch mit unserer Redaktion präsentieren. „Der Ausbau der erneuerbaren Energien ist wichtig, dem steht aber unsere Sorge um den Erhalt der Naturlandschaft und des Artenschutzes gegenüber“, so Johanna Machala. Eines will der BN verhindern: einen Wildwuchs von Windkraftanlagen im Fichtelgebirge.
Vorstoß im Landkreis Wunsiedel Bund Naturschutz will Runden Tisch zur Windkraft
Matthias Bäumler 19.11.2024 - 16:27 Uhr