Waldbesitzer aufgepasst Die Borkenkäfer fliegen wieder

Buchdrucker und Kupferstecher bedrohen die Fichtenbestände der Region. Das Amt für Forsten rät Waldbesitzern, auf der Hut zu sein und Bäume regelmäßig zu kontrollieren.

Eine im Februar vom Sturm geworfene Fichte, die nicht aufgearbeitet wurde. Die kleinen braunen Häufchen sind die Einbohrstellen des Buchdruckers. An einem einzigen Baum können mehrere Tausend Borkenkäfer leben. Schwärmen sie wieder aus, stellen sie eine Gefahr für die umgebenden Fichten dar. Foto: /AELF

Die Fichtenborkenkäfer Buchdrucker und Kupferstecher fliegen wieder auf der Suche nach Brutbäumen aus. In den kommenden Wochen und Monaten müssen Waldbesitzer wachsam sein: Sie müssen kontrollieren, ob Fichten befallen sind – am besten im Zwei-Wochen-Turnus. Dazu rät das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Bayreuth-Münchberg (AELF) in einer Mitteilung.

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Wo suchen? Auf besonnten Waldflächen und Waldrändern, in Käfernestern des Vorjahres und durch Sturm- und Schneebruch geschädigte Bestände. Die Februar-Stürme „Ylenia“, „Zeynep“ und „Antonia“ haben sowohl in Hof als auch in Wunsiedel ihre Spuren hinterlassen. Nicht alle windgeworfenen Fichten wurden bisher aufgearbeitet. Dort bohren sich laut AELF die Borkenkäfer als erstes ein. Diese Bäume sollten schnellstens aufgearbeitet werden.

Wie erkenne ich befallene Bäume? Bei bereits länger befallenen Bäumen färben sich die Kronen braun und die Rinde blättert ab. Frischer Befall ist am braunen Bohrmehl zu erkennen, das sich auf Rindenschuppen, am Stammfuß, in Spinnweben sowie auf der Bodenvegetation ansammelt.

Was ist zu tun? Die saubere Waldwirtschaft ist die wirksamste Methode, um eine Ausbreitung des Borkenkäfers zu verhindern, teilt die Behörde mit. Alle befallenen Bäume sind:

•umgehend zu entnehmen und

•unschädlich zu machen. Das heißt, den Baum entrinden oder mindestens 500 Meter aus dem Wald transportieren. Auch die Baumkronen sind zu beseitigen, die Käfer nutzen schon Äste ab zwei Zentimetern Durchmesser als Brutstätte.

Warum bekämpfen? Fichtenborkenkäfer vermehren sich rasant. Schnell werden aus kleinen Käfernestern größere Flächen, sodass ganze Waldbestände bedroht sein können. Der Befall im eigenen Wald kann auf benachbarte Wälder übergehen. Die Bekämpfung des Borkenkäfers und der Erhalt der Wälder liegen im Interesse der gesamten Gesellschaft. Dazu besteht auch eine gesetzliche Verpflichtung für alle Waldbesitzer.

Wer hilft? Beratung und Unterstützung bei der Bekämpfung bieten die Förster des Amtes und die Waldbesitzervereinigungen an.

Tipps für Waldbesitzer: Das Befallsgeschehen durch Borkenkäfer nimmt derzeit rasant zu. Um die Ausbreitung der Käfer zu bremsen ist jede Unterstützung wichtig. Nachbarschaftshilfe ist gefragt:

•Informieren Sie Ihre Waldnachbarn, wenn Sie in deren Wald Borkenkäferbefall feststellen.

•Arbeiten Sie gemeinsam mit Ihren Nachbarn das befallene Holz auf und schaffen es aus dem Wald. Gerade bei einzelnen befallenen Bäumen ist das effektiver, als auf ein Holzeinschlagsunternehmen zu warten. red