Waldershof Schule bekommt Luftfilter

Die Investition in neue Schutzkleidung für die Atemschutzgeräteträger der Waldershofer Wehr war dringend erforderlich. Die alten Schutzjacken (links) sind in schlechtem Zustand. Kommandant Stefan Müller präsentiert die neue Kleidung. Foto: /Oswald Zintl

Der Ferienausschuss des Waldershofer Stadtrates beschließt einstimmig die Anschaffung. Ebenfalls grünes Licht gibt es für den Kauf von Luftfiltern für die Schule.

Waldershof - Der Ferienausschuss des Waldershofer Stadtrates hat in seiner Sitzung am Dienstagabend grünes Licht für wichtige Investitionen gegeben – zum Schutz der Kinder in der Jobst-vom-Brandt-Schule sowie für den Brand- und Katastrophenschutz. Zweiter Bürgermeister Mario Rabenbauer machte eingangs der Sitzung klar, dass das Instrument Ferienausschuss dazu diene, während der Ferienzeit keine wichtigen Entscheidungen aufschieben zu müssen.

Präsenzunterricht sichern

Zum Thema mobile Luftreinigungsgeräte für das infektionsschutzgerechte Lüften in der Jobst-vom-Brandt-Schule sagte Rabenbauer, dass der Präsenzunterricht auf Dauer sicher gewährleistet werden solle, sich aber niemand in trügerischer Sicherheit wiegen dürfe: „Die Luftreinigungsgeräte sind keine Zaubermaschinen. Sie sind eine ergänzende Sicherheitsmaßnahme neben dem Tragen der Maske, dem Einhalten von Sicherheitsabständen und dem regelmäßigen Lüften.“ Mit der neuen Schulleiterin Johanna Reger sei die Thematik abgestimmt, ergänzte Rabenbauer und verwies dabei auf das Förderprogramm des Kultusministeriums, das neu aufgelegt worden sei. Um den Unterricht nicht zu stören, dürfen die Lüfter nicht lauter als 40 Dezibel sein.

CSU/Wählerbund-Fraktionssprecher Maximilian Kastner bezeichnete die Anschaffung der Luftreinigungsgeräte als wichtiges zusätzliches Instrument: „Wir nutzen damit alle Möglichkeiten, die Kinder vor Ansteckungen zu schützen.“ Der Sprecher der Freien Wähler, Winfried Neubauer, monierte, dass ein so wichtiges Thema schon früher im Stadtrat hätte behandelt werden müssen.

Vorbereitungen für Schulanfang

Grund für die Eile sah Neubauer in der neuen Fördersituation und dem Amtsantritt der neuen Schulleiterin. Weiteren Handlungsbedarf sah Neubauer auch in den Kindergärten. Nach den Arbeitsschutzrichtlinien, so Neubauer, sollten die Lüfter nicht lauter als 35 Dezibel sein. Die Anschaffung sei sinnvoll.

SPD-Sprecher Jürgen Ranft sagte abschließend: „Wir sollten alles Notwendige tun, um gut vorbereitet in den Herbst zu gehen.“ Die Entscheidung für die Anschaffung der Luftreinigungsgeräte für zwölf Räume in der Jobst-vom-Brandt-Schule fiel einstimmig.

Zur Sanierung der Wasserversorgung auf dem Friedhof – insgesamt gibt es dort fünf Entnahmestellen – sagte Rabenbauer, dass der Brunnen, der an der neuen Kirche angeschlossen war, erst dann wieder in Betrieb genommen werden könne, wenn dieser anderweitig angebunden werde. Dazu würden Kosten von etwa 11 000 Euro entstehen, die auf die Friedhofsgebühren umgelegt werden müssten. Weiter mussten zwei Entnahmestellen wegen Rohrbrüchen abgestellt werden. Die dabei notwendigen Reparaturen könnten aber erst in etwa zwei Wochen angegangen werden. Alle drei Fraktionssprecher waren der Meinung, dass vier Wasserentnahmestellen für den Friedhof ausreichend seien. Der Beschluss, einen Brunnen vorerst nicht mehr zu betreiben, wurde einstimmig gefasst.

Neue Ausrüstung für Wehr

Der Beschluss zur Anschaffung von 25 Feuerwehrschutzanzügen für die Atemschutzgeräteträger bedurfte keiner großen Diskussion. Die Mitglieder des Ferienausschusses machten deutlich, wie wichtig die bestmögliche Ausrüstung der ehrenamtlich tätigen Aktiven bei Bränden und Katastropheneinsätzen ist, und stimmten der Anschaffung zu. Unverständnis herrschte allerdings über die mäßige Förderung. Die Kosten liegen bei etwa 30 000 Euro, die Förderung liegt bei 3600 Euro.

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