Wegen Corona Maikirchweih in Bad Steben abgesagt

  Foto: Sandra Hüttner/Sandra Hüttner

Der Kirchweihmarkt in Bad Steben gehört eigentlich zu den Großereignissen im Landkreis Hof. Das Markttreiben mit Tausenden Besuchern muss heuer, wie schon 2020, ausfallen.

Bad Steben - Seit Beginn des 20. Jahrhunderts gehört die Bad Stebener Kirchweih zu den Festen in der Region, die Besuchermassen aus Nah und Fern lockt. Doch in diesem Jahr wird es die Maikärwa nicht geben. Wie schon im vergangenen Jahr kann sie wegen Corona nicht stattfinden. „Die Absage des Kirchweihmarktes am 1. Mai tut uns schon sehr weh“, bekennt Bürgermeister Bert Horn. „Unsere Märkte im Frühjahr und im Hebst haben für Bad Steben als Gesundheits- und Tourismusort eine besondere Bedeutung.“ In der Sitzung des Gemeinderats entschieden die Räte schweren Herzens, den Markt auch 2021 abzusagen.

Nachdem Horn die Vorgaben aus der jüngsten Ministerpräsidentenkonferenz zu Großveranstaltungen zitiert hatte, war allen klar: Heuer kann es wieder keinen Maimarkt geben. „Neben einem aufwendigen Schutz- und Hygienekonzept, das wir als Ausrichter des Marktes erstellen müssten, gibt es Einschränkungen für die Fieranten, die nicht umzusetzen sind“, bedauerte der Bürgermeister. Die Vorgaben untersagen die Abhaltung von großen Märkten grundsätzlich, erlaubt ist nur der Verkauf von Lebensmitteln, Pflanzen und Blumen. „Gastronomiebetrieb ist ebenfalls untersagt“, erinnerte Horn mit Blick auf die Schmankerlbuden und Gasthäuser, „die in normalen Jahren viel zu tun haben“. Selbst der Verzehr von Brotzeiten ist an den Marktständen nicht erlaubt, „man müsste mit seinen Bratwürsten vom Verkaufsstand weggehen, um zu essen“. Mit Blick auf die Vielzahl der „durchaus nachvollziehbaren Einschränkungen“ empfahl Horn, die Kirchweih 2021 abzusagen, „auch wenn uns das schmerzt“. Michael Vogler (CSU), Rosi Hofmann (FW), Oliver Rabel (SPD) und Holger Hallbauer (JL) bestätigten, die Corona-Inzidenz lasse auch auch mit großem Aufwand keine Maikirchweih im Stil der vergangenen 100 Jahre zu. Dritter Bürgermeister Maximilian Stöckl nannte die Absage „eine Entscheidung der Vernunft“. Lothar Faltenbacher

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