Zum konkreten Fall kann sich Richard Strauß, Oberarzt der Medizinischen Klinik 1 des Universitätsklinikums Erlangen, nicht äußern. Gerne hilft der stellvertretende Klinikdirektor, der die Patientin nicht selbst behandelte, aber bei der Einordnung des Falls: "Wir sind ein Universitätsklinikum, das eine Maximalversorgung bietet", begründet der Infektiologe im Gespräch mit der Zeitung "Der Neue Tag" die Verlegung nach Erlangen. "Wir sind seit Jahren Referenzzentrum bei schweren Infektionen und gerade Schwangeren stehen alle Fachabteilungen rund um die Uhr zur Verfügung. Man habe bereits einige positiv auf Covid-19 getestete Schwangere behandelt: "Den Verlauf in diesem Fall kann man nur als tragisch bezeichnen." Vergleichbares habe er bei keiner anderen Patientin beobachten müssen. Auch wenn die Datenlage unvollständig sei: "Alle Experten, ob von der WHO oder dem Europäischen Zentrum für die Prävention und Kontrolle von Krankheiten, gehen im Moment davon aus, dass Schwangere - anders als bei Influenza - kein erhöhtes Erkrankungsrisiko haben." Auch vermehrte schwerere Verläufe als bei der Allgemeinbevölkerung gleichen Alters seien nicht festzustellen.