Weihnachtsbeleuchtung Höchstädt leuchtet im Advent

„Keine Weihnachtsbeleuchtung anzubringen wäre höchstens ein symbolischer Akt“, findet Bürgermeister Gerald Bauer. Foto: /Florian Miedl

Der Ort schaltet die Weihnachtsbeleuchtung an. Die ist erstens energiesparend und gehört zweitens gar nicht der Gemeinde.

In Höchstädt soll auch in diesem Jahr Weihnachtsbeleuchtung den Ort stimmungsvoll erhellen – allen Energieeinsparmaßnahmen zum Trotz. „Keine Weihnachtsbeleuchtung anzubringen wäre höchstens ein symbolischer Akt“, sagte Bürgermeister Gerald Bauer in der jüngsten Gemeinderatssitzung, da es sich dabei komplett um LED-Technik handle.

Beleuchtung in der Adventszeit

Auf einen anderem Punkt machte Uwe Döbereiner aufmerksam: Die Höchstädter Weihnachtsbeleuchtung sei größtenteils kein Eigentum der Gemeinde, sondern von Bürgern zur Verfügung gestellt. Abgesehen davon, so Bauer, würde die Beleuchtung um 22 Uhr ausgeschalten. „Trotzdem werden auch Nicht-Romantiker ihre Freude daran haben“, sagte der Bürgermeister. Er spielte damit auf eine Äußerung Döbereiners an, der das gelbliche Licht der Straßenbeleuchtung – die Kastorleuchten stammen noch von der Dorferneuerung – als sehr ansprechend empfand. Die Frage, die sich in der Gemeinde derzeit stellt, ist, ob nicht noch mehr Straßenlaternen auf LED-Technik umgestellt werden sollen. Testweise war vor der Kirche eine LED-Leuchte angebracht worden, deren optische Wirkung allerdings niemandem recht gefallen wollte. Vor dem Hintergrund der Energiesparthematik und steigender Energiekosten erkundigte sich Bürgermeister Bauer, ob er beim Bayernwerk ein Angebot für die Umstellung der Straßenlaternen in der Hauptstraße einholen sollte. Dem Vorschlag von Raimond Gräf, der Entscheidung eine Aufstellung von Verbrauch und Kosten zugrunde zu legen, stimmten die Räte zu. Eine Entscheidung soll in der nächsten Sitzung fallen. Generell, so gab Gerald Bauer bekannt, halte sich die Verwaltung an die durch die Kurzfristenergieversorgungssicherungsmaßnahmenverordnung (EnSikuMav) geltenden Regeln zur Energieeinsparung.

Glasfasernetz für lau

Der Gemeinderat hat sich darauf geeinigt, für das Jahr 2022 eine Vereinspauschale zur außerschulischen Sportförderung auszuzahlen. Sie beträgt 19 Cent pro Mitgliedereinheit (ME). Demnach ergeben sich folgende Förderungen: ATV, 717,44 Euro (3776 ME); MSC 337,06 Euro (1774 ME) und TG 871,15 Euro (4585 ME).

Keine Einwände hatte der Gemeinderat mit der Bauleitplanung des Zweckverbands „Interkommunaler Gewerbepark Thiersheim, Am Plärrer“.

Unter Umständen kommt die Gemeinde Höchstädt schneller als gedacht zu einem flächendeckenden Glasfasernetz. Matthias Jüttner stellte im Gemeinderat das Angebot der Firma „Unsere Grüne Glasfaser GmbH“ (UGG) vor. Der Zusammenschluss des deutschen Versicherungskonzerns Allianz und des spanischen Telekommunikationsanbieters Telefónica bietet Gemeinden im ländlichen Raum an, Glasfasernetze zu bauen. Für die Gemeinde fallen dabei keine Kosten an. Die Reaktionen der Rätinnen und Räte waren durchweg positiv. Das Thema soll in einer der nächsten Sitzungen wieder auf den Tisch kommen.

725 Jahre Höchstädt

Im nächsten Jahr begeht Höchstädt das 725. Jubiläum der ersten urkundlichen Erwähnung. 1998 wurde die 700-Jahr-Feier mit einem großen Mittelaltermarkt gefeiert. Ein ähnlich großes Event 2023 zu stemmen, schied für die Räte aus. Zu kurz sei die Vorbereitungszeit. Mit Mittelaltermärkten, die es – im Gegensatz zu 1998 – überall gebe, lasse sich niemand mehr hinter dem Ofen hervorlocken. Stattdessen soll es mehrere kleine Veranstaltungen geben, wobei alle in den 725-Jahr-Kontext eingebunden werden sollen. Die erste Anfrage stellte Bernhard Günther. Er würde gerne einen Hobby- und Künstlermarkt im Frühjahr organisieren. Dem stand der Gemeinderat positiv gegenüber.

Bürger können Ideen einbringen

725 Jahre Höchstädt
In einer öffentlichen Sondersitzung will sich der Gemeinderat mit dem Organisationsgremium für die 725-Jahr-Feierlichkeiten beraten. Termin ist am Dienstag, 18. Oktober, um 19 Uhr im Sitzungssaal des Rathauses. Die Bevölkerung ist eingeladen, sich in die Ideenfindung und Organisation einzubringen.

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