Weißdorf, Zell, Sparneck Neue Pfarrerin für kommt

red
Johanna Bernstengel Foto: Dekanat

Johanna Bernstengel will in ihrer Arbeit in Weißdorf, Zell und Sparneck nahe dran sein an den Menschen.

Zum 1. April übernimmt Pfarrerin Johanna Bernstengel die Pfarrstelle Waldstein II mit Sitz in Weißdorf im Dekanatsbezirk Münchberg; das teilt Dekan Wolfgang Oertel mit. Das Wahlgremium aus dem Kirchenvorstand Weißdorf und Mitgliedern des Kooperationsausschusses der weiteren Waldsteingemeinden Zell im Fichtelgebirge und Sparneck habe die Präsentation des Landeskirchenrates einstimmig bestätigt.

Die oberfränkische Region ist der 39-jährigen Theologin gut bekannt, da ihr Ehemann aus Bindlach stammt. Bernstengels wurde 1983 in West-Berlin geboren und ist dort aufgewachsen. Fünf Jahre lang besuchte sie das Internat der christlichen Christophorus-Schule in Braunschweig. Von dort inspiriert, ließ sich kurz vorm Abitur taufen. In Berlin begann sie eine Ausbildung zur Arzthelferin, studierte dann Theologie in Berlin, Heidelberg und Jena. Ihr Vikariat übte sie in Braunschweig aus. Sie wurde Pfarrerin im Probedienst im Vorharz und merkte, dass das Dorfpfarramt ihrer Leidenschaft entspricht.

Gereizt hat Johanna Bernstengel an der Stelle, dass mehrere Pfarrpersonen für einen Bereich zuständig sind und sie Pfarrerin von drei Gemeinden ist; in den Kirchen in den neuen Bundesländern, wo sie bisher gewirkt hat, ist das üblich. „Durch die Zusammenarbeit mit Kollegen und Kolleginnen in der Waldsteinregion bleibt hoffentlich mehr Zeit für die direkte Arbeit am Menschen. Diese Arbeit sieht man nicht immer, aber genau das ist mir wichtig – ansprechbar zu sein im Alltag und die Leute auch zu Hause zu besuchen“, sagt Bernstengel zu ihren Aufgaben. Sie halte es auch für richtig, wenn die Gemeinde regelmäßig verschiedene Theologen zu hören bekommt. „Das macht noch einmal ein ganz neues Sprechen über Gott, über Jesus und über die biblischen Texte möglich.“ Privat liebt Pfarrerin Bernstengel das Wandern. Im Harz hat sie fast alle Wanderabzeichen gesammelt und freut sich aufs Wandern im Fichtelgebirge.

Dekan Oertel freut sich auf die Pfarrerin: „Sie bringt viel Erfahrungen aus anderen Kirchen mit, will nahe bei den Menschen sein und hat ein Herz für die Krankenhaus-Seelsorge, für die sie eine Zusatzausbildung hat.“ Bernstengel passe mit ihrer engagierten und ehrlichen Art, ihrem Glauben und ihrem Wunsch, teamorientiert zu arbeiten, gut in die Kirchengemeinden.

 

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