Weißenstadt Gefahrenstelle wird entschärft

An der Fußgängerfurt über die Goethestraße vor der Grundschule wird eine Ampelanlage installiert. Foto: /Florian Miedl

Vor der Grundschule in Weißenstadt wird eine Ampelanlage eingerichtet. Die Notwendigkeit dafür wird bei der Verkehrsschau allen Beteiligten klar.

Weißenstadt - In Höchstgeschwindigkeit hat der Stadtrat Weißenstadt seine jüngste Sitzung absolviert. „Angesichts der Pandemie in gebotener Kürze“, wie es Bürgermeister Frank Dreyer auf seine Art zu Beginn formulierte.

Und der Rathauschef hatte trotz aller Eile eine für Gremium und Bevölkerung, aber vor allem die Weißenstädter Schüler und Senioren betreffende, „erfreuliche Nachricht“ mitgebracht. Demnach werde nach Abstimmung mit den Verkehrsbehörden nun im Bereich der Fußgängerfurt über die Goethestraße an der Grundschule eine Verkehrsampel eingerichtet. Die soll Schülerinnen und Schülern, aber auch den Bewohnern des schräg der Schule gegenüberliegenden Seniorenwohnheims und deren Besuchern ein sicheres Überqueren der Straße ermöglichen. Im Vorfeld hat die Stadt den Schwerlastverkehr aus dem Zentrum verbannt. Die Goethestraße wurde im Zuge einer Umstufungsvereinbarung zur Staatsstraße heraufgestuft und die Verkehrsführung für Lkw geändert.

Schulweghelfer stehen bereit

In der vergangenen Woche habe nun dazu eine Verkehrsschau mit den Straßenverkehrsbehörden, der Polizei und Mitarbeitern des gemeinsamen Kommunalunternehmens (gKU) „Oberes Egertal“ stattgefunden. Dabei stellten alle Beteiligten einhellig fest, dass in diesem Bereich dringender Änderungsbedarf herrsche. Auch seien bereits erste Details zur Umsetzung besprochen worden. „Bis zur endgültigen Errichtung der Ampel werden provisorische Regelungen für die Kinder aus den Notgruppen getroffen“, betonte Dreyer. Sollte der Präsenzunterricht an der Grundschule in naher Zukunft wieder möglich sein, würden auch wieder Schulweghelfer eingesetzt.

Laut Dreyer bemüht sich der Landkreis bei den Schnelltests als Modellregion aufgenommen zu werden. In Weißenstadt gibt es seit heute auch auf Drängen des Bürgermeisters die Möglichkeit (die Frankenpost berichtete), dass sich die Bevölkerung im Wasserrettungszentrum der DLRG von deren Mitgliedern auf den Corona-Virus testen lassen kann. Termine sind jeweils freitags von 16.30 bis 19 sowie sonntags von 9 bis 11.30 Uhr.

Zwei Covid-Teststrecken

Laut Rathauschef Dreyer gibt es seit vergangener Woche aber auch eine zweite Anlaufstelle in der Weißenstädter Apotheke in der Kirchenlamitzer Straße 38. Hier bietet Apothekerin Claudia Bentler-Höngsberg in ihrer Freizeit kostenlose Schnelltests. Termine sind am Montag von 18.10 bis 19.30 Uhr, am Dienstag von 7.30 bis 8.45 Uhr, am Mittwoch von 12.10 bis 14 Uhr, am Donnerstag von 18.20 bis 19.30 Uhr sowie am Freitag von 7.30 bis 8.45 Uhr an.

In diesem Zusammenhang dankte Dreyer der Apothekerin Bentler-Höngsberg sowie Bernd Ackermann und seinen Mitstreitern der DLRG Weißenstadt für die Unterstützung. „Mir war es wichtig, auch vor Ort Möglichkeiten für Schnelltests zu schaffen“, sagte Dreyer. Dies sei auch für Menschen gedacht, die die Tests aus den unterschiedlichsten Gründen bräuchten. Diese müssten nun nicht mehr unbedingt in die drei Testzentren im Landkreis fahren.

Der Stadtrat brachte auch zwei Bauanträge auf den weiteren Weg. So beabsichtigt ein Bauherr auf seinem Grundstück eine Garage mit Gründach zu errichten. Hier stimmte das Gremium der Befreiung von einigen Festsetzungen zu, zudem bestand das gemeindliche Einvernehmen mit beim Landratsamt beantragten Abweichungen. Den Weg frei machten die Entscheidungsträger auch für ein Einfamilienhaus mit Carport in der Egerlandstraße 15.

Fragezeichen hinter Spendenaktion

Zustimmung fand auch der Antrag von Nicola Zazzeron für sein Vorhaben „Der Marsch der Solidarität 2021”. Die Spendenaktion für die Intensivstation des Klinikum Bayreuth und für Urologie, Kinderurologie, Urologische Onkologie und Palliativmedizin Sana Klinikum Hof soll vom 29. Mai bis 5. Juni in Weißenstadt mit verschiedenen Aktionen stattfinden. Der Stadtrat will das Vorhaben des ehemaligen Weißenstädters Zazzeron unterstützen. Bürgermeister Dreyer abschließend: „Die Frage ist, ob das in der derzeitigen Situation überhaupt stattfinden kann.“

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