Hightech bei der Katzenklappe und am Futterplatz
Manche Freigänger-Katzen tragen, tiermedizinisch unbedenklich, einen Mini-Chip mit Informationen über ihr Zuhause unter der Haut, falls sie verloren gehen. Auch smarte Katzenklappen können diese Chips lesen. Nur das eigene Tier hat so Zuhause Zutritt. Manche Klappen mit Kameras verriegeln den Eingang, wenn die Mieze Beute im Maul trägt.
Smarte Futterautomaten helfen, das Ernährungsmanagement zu verbessern. Überdies können Webcams Stubentiger im Visier haben. Das alles schade Katzen nicht, heißt es beim Tierschutzbund. "Klar ist aber auch, dass technische Hilfsmittel eine verantwortungsvolle Tierhaltung nicht ersetzen können", betont Sprecherin Wattad. Denn auch Hauskatzen werden nicht gern alleingelassen.
Wachstumsmarkt vermutet
Nach den jüngsten Zahlen des Branchenverbands der digitalen Wirtschaft, Bitkom, hatten 2024 rund vier Prozent der Bundesbürger intelligente Haustier-Tools im Einsatz. Grundsätzlich sei anzunehmen, dass – wie beim Menschen – ein Trend zur zunehmenden Technisierung und Datenerfassung auch den Heimtierbereich erfasse, heißt es beim Tierschutzbund.
Die Versprechen der Werbung sind dabei beinahe grenzenlos und reichen von selbstreinigenden Katzentoiletten bis hin zu und Miau-Apps für eine bessere Kommunikation mit den Vierbeinern.
Der Tierschutzbund ordnet ein: "Technologien sind abzulehnen, wenn sie dem Tier schaden. Akzeptabel, wenn sie lediglich dem Menschen nutzen, ohne das Tier zu beeinträchtigen. Und sinnvoll, wenn sie nachweislich dem Tierwohl dienen", sagt Wattad.