Vor diesem Hintergrund setzen manche große Unternehmen offensichtlich bewusst auf einen handwerklichen Ansatz, um Produkte zu bewerben. Fieback verweist etwa auf den Weihnachtsspot 2025 von Apple. Statt auf KI setzt das US-Unternehmen darin auf handgefertigte Tierpuppen, um die Fähigkeiten seiner Smartphone-Kamera zu zeigen. Und in den Clips für das chinesische Auto-Modell Omoda 7 werden Vorzüge des Wagens ohne animierte Effekte bildstark mit echten Elementen wie Tausenden Blumen, unzähligen Katzen oder großen Mengen Wasser vorgeführt und in Szene gesetzt.
"Man hört, dass es KI ist"
Marcel Nagler hat seine KI-generierte Werbung auf verschiedene Zielgruppen zugeschnitten - jeweils mit eigenen Darstellern. Dabei wurden unterschiedliche KI-Programme genutzt - auch in Konkurrenz zueinander. Dass hinter dem Ganzen keine Menschen, sondern Künstliche Intelligenz stecke, wolle man gar nicht verbergen, sagt der 42-Jährige. "Man hört, dass es KI ist, und wir wollen, dass es so klingt."
Wie die Spots verfangen, werde sich erst in den nächsten Monaten zeigen, schätzt er. Denn im Sommer herrsche für gewöhnlich Flaute beim Verkauf von Wäschetrocknern. 2024 hat das Unternehmen TOSA Home Appliances den "Heydry" auf den Markt gebracht. Mehr als 1.500 Stück wurden nach eigenen Angaben bisher verkauft - nicht nur in Deutschland, sondern auch in anderen europäischen Ländern.