Wettbewerb Junge Erfinderin aus Trogen überzeugt

Mit einer Inhalierhilfe für Asthmatiker hat die Hofer Gymnasiastin Erfolg in einem bundesweiten Wettbewerb.

Sarah Kieweg mit ihrer handlichen „Inhalierhilfe to go“. Foto: CBM

Die 19-jährige Sarah Kieweg aus Trogen hat beim Wettbewerb „Jugend forscht“ den zweiten Platz beim Bundessonderpreis der Christoffel-Blindenmission (CBM) gewonnen. „Innovationen für Menschen mit Behinderungen“ waren in dem Wettbewerb gefordert. Die Schülerin vom Hofer Schiller-Gymnasium überzeugte die Jury mit einer handlichen Inhalier-Hilfe, die sich in der Hosentasche verstauen lässt. Sarah hatte auf Landesebene 2023 den CBM-Sonderpreis erhalten. Im Bundeswettbewerb der CBM treten alle Landessieger gegeneinander an. Der erste Preis ging an den 17-jährigen thüringischen Schüler Tino Krosch.

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Wer wie Sarah Kieweg Asthma hat, muss immer ein Notfallmedikament dabeihaben. Bei Atemproblemen setzt sie das Asthma-Spray an, drückt ab, atmet ein und hält kurz die Luft an. Weil Letzteres besonders für Kinder und Senioren schwer ist, gibt es Inhalier-Hilfen. Das sind längere Röhren mit Atemmaske, die bewirken, dass das Medikament einfach über mehrere Atemzüge inhaliert wird, ohne Luftanhalten. Doch die Geräte sind sperrig. Das ist daheim kein Problem, aber unterwegs sind die Röhren lästig.

Dieses Problem löst Sarah mit einer „Inhalierhilfe to go“ entwickelt. Statt der festen Kunststoffröhre nutzt sie ein Prinzip, das man von Wurfzelten kennt, die Pop-up-Röhre. Zusammengefaltet passt diese sogar in die Hosentasche.

Getoppt wurde ihre Erfindung nur von einem Rollator mit Extras aus Thüringen. „Die nächste Generation des Rollators“ nannte Tino Krosch seine Entwicklung. Er ergänzte das Standardmodell um einen Antrieb mit Sensoren und eine automatische Bremse. Beschwerliche Berge und Bordsteinkanten sind damit kein Problem mehr. Der Tüftler landet auf dem ersten Platz des CBM-Bundeswettbewerbs.

Die Christoffel-Blindenmission (CBM) zählt zu den international führenden Organisationen für „inklusive Entwicklungszusammenarbeit“ und unterstützt Menschen mit Behinderungen in den ärmsten Ländern der Welt. Sie zeichnet mit ihrem Sonderpreis „Innovationen für Menschen mit Behinderungen“ kreative Studien und Projekte im Rahmen des Wettbewerbs „Jugend forscht“ aus. Der Preis geht an Arbeiten, die behinderten Menschen den Alltag erleichtern, Chancengleichheit fördern oder sich in sonstiger Weise mit Krankheit und Behinderung befassen. Besonders Projekte, die einen Beitrag für Menschen mit Behinderungen in Entwicklungsländern leisten, haben gute Chancen auf einen Preis. Unter allen Landesgewinnern wählt die Jury einen Bundessieger und einen Zweitplatzierten aus. Der erste Platz auf Bundesebene ist mit 300 Euro dotiert, zweite mit 200 Euro.