WGG-Musiker auf höchstem Niveau Weihnachtsklänge mit Swing und Tröten

Jürgen Henkel

Das Selber Walter-Gropius-Gymnasium bietet ein bejubeltes Weihnachtskonzert in der Stadtkirche Sankt Andreas.

Fröhliche Stimmen auf hohem Niveau: Der Mittel- und Oberstufenchor unter der Leitung von Florian Niedrig sorgte aber auch für Heiterkeit mit dem Einsatz von Tröten Foto: Jürgen Henkel

Weihnachtsklänge einmal etwa anders: Bei seinem Weihnachtskonzert in der Stadtkirche Sankt Andreas hat das Walter-Gropius-Gymnasium Selb alle Register gezogen. Verschiedene Chöre und Musikensembles boten ein beschwingtes, manchmal auch „beswingtes“ Programm zum Fest, bei dem die Akteure vollen Einsatz und viel Engagement zeigten und auch verdient stürmischen Applaus ernteten.

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Die Kirche war komplett gefüllt. Sehr viele Zuhörerinnen und Zuhörer waren gekommen, um die Darbietungen zu verfolgen und sich auf das große Fest einstimmen zu lassen.

Ein Weihnachtsklassiker gleich zu Beginn

Das Konzert begann mit der schmissigen wie eingängigen „Fanfare fort he Faithful“ von Michael Kamuf, bei der mehrere bekannte Liedmotive anklangen. Danach folgte das unvergleichliche „Halleluja“ von Leonard Cohen, vorgetragen vom Orchester unter der Leitung von Florian Niedrig. Das Publikum war schnell auf „Weihnachtsbetriebstemperatur“ gekommen. Es folgten – ebenfalls unter Niedrigs Leitung – mit „This Christmas“ und „White Winter Hymnal“ zwei Stücke des Vokalensembles der Q 12 und Q 13, bei denen die Schülerinnen und Schüler sich auf hohem Niveau präsentierten.

Einen schwungvollen Akzent setzte beim Weihnachtskonzert des Walter-Gropius-Gymnasiums Selb die Jazz AG unter der Leitung von Mathias Elser. Foto: Jürgen Henkel

Die Bläserklasse bot dann unter der Leitung von Mathias Elser das fröhliche wie beliebte „Jingle Bells“ leicht und fein, heiter und locker, bevor der von Kathrin Hiekel dirigierte Unterstufenchor das traditionelle „Kommet ihr Hirten“ und „Happy Xmas (War is over)“ von John Lennon und Yoko Ono in die Kirche zauberte.

Die Jazz AG von Mathias Elser steuerte fast schon im Big-Band-Sound „Rocking Around The Christmas Tree“ bei. Dann folgte der wohl besinnlichste Moment und Auftritt des Abends, als Jeroen Sigl aus der Q 13 die katalanischen Volkslieder „El Testament d’Amelia“ und „El Noi de la Mare“ auf der Gitarre ruhig und ausdrucksstark, gefühlvoll und andächtig interpretierte und wiedergab. Dies war einer der Höhepunkte des Konzerts, ein regelrecht meditativer Moment, mit dem sich Jeroen Sigl als junger Meister leiser Töne profilierte.

Sauber, klar und präzise

Für gute Stimmung sorgte nach den kontemplativen katalanischen Gitarrenklängen auch das Instrumentalensemble der Q 13 unter der Leitung von Florian Niedrig mit „Please come home for Christmas“, bei dem Daniel Gassenmeyer als Gesangssolist einen souveränen Auftritt aufs Parkett legte. Auch hier gab es viel Applaus, bevor das Konzertprogramm mit „The First Noel“ und „A Holly Jolly Christmas“ ausklang, beides dargeboten vom Mittel- und Oberstufenchor unter Florian Niedrig. Munter in Ausdruck und Interpretation, dazu sauber, klar und präzise in den Stimmen wussten auch diese beiden Lieder zu begeistern. Für eine lustige Überraschung sorgte hier der unvermittelte Einsatz von Tröten bei einigen Takten, die noch für eine ganz besondere Klangfarbe sorgten.

Viel Lob für alle Beteiligten

Die Schulleiterin de WGG, Tabea-Stephanie Amtmann, dankte allen Mitwirkenden mit den Worten: „Wir nehmen die Freude aus diesem grandiosen Weihnachtskonzert mit nach Hause. Ihr habt eure Zeit beim Proben gut investiert.“

Sie dankte zudem den Musiklehrkräften mit den Worten: „Sie motivieren die Schüler immer wieder neu für die Musik.“ Auch Florian Niedrig lobte alle Mitwirkenden für ihr Engagement. Mit dem gemeinsamen Schlusslied „Feliz Navidad“ ging das Konzert nach einem Friedensgebet und Schlusssegen zu Ende.