Wieder freie Fahrt Die Absperrbaken sind wieder weg

Die letzten Baken zur Absperrung der Straßen wurden am gestrigen Freitag abgebaut. Im Bild (von links): Wassermeister Andreas Kochanek von den Arzberger Stadtwerken, Bauleiter Gert Voit von der Firma Luding, Horst Ringlein von der Straßenmeisterei, Planer Richard Steppan und Bürgermeister Stefan Göcking. Foto: Christl Schemm

Seit Freitagabend kann der Verkehr wieder ungehindert durch die Arzberger Innenstadt fließen. Der Bereich zwischen Marktredwitzer- und Rathausstraße ist neu asphaltiert.

Noch glitzert am Freitagvormittag der flüssige Teer in den Fugen zwischen den einzelnen asphaltierten Flächen. In der Luft liegt der Geruch des heißen, zähflüssigen Gemischs, das Mitarbeiter der Firma Luding aus Regnitzlosau mit einer Spezialmaschine feinsäuberlich ausbringen. Es sind die letzten Arbeiten zum Ab-schluss der Fahrbahnsanierung im Arzberger Stadtzentrum. Seit der zweiten Augustwoche waren die Bauarbeiter damit beschäftigt, die Straßenoberfläche instandzusetzen. Am gestrigen Freitag wurden die Absperrbaken wieder abgebaut – und die Autofahrer können sich über freie Fahrt freuen. Die Umwege über den Kirchberg und die Bauernfeindstraße oder andere Ausweichstrecken sind nicht mehr nötig.

Ursprüngliche Ursache für die Asphaltierungsarbeiten im Bereich zwischen der Abzweigung der Rathausstraße zum Marktplatz und im weiteren Verlauf der Marktredwitzer Straße Richtung Thiersheimer- und Robert-Koch-Straße war ein Wasserrohrbruch im vergangenen Herbst. Die Stadt Arzberg hatte die Gelegenheit beim Schopf gepackt und gleich ein ganzes Teilstück der Wasserversorgung im Stadtzentrum mit erneuert.

Gute Lösungen

Damals hatten Planer Richard Steppan und die Mitarbeiter der Firma Luding mit einigen Widrigkeiten zu kämpfen, für alles aber Lösungen gefunden. Herausforderungen seien zum Beispiel die Unterquerung des Flitterbachs in bis zu 6,5 Metern Tiefe gewesen und die Mehrarbeit durch eine einbetonierte Rohrleitung. Bis Weihnachten waren die Bauarbeiten aber trotzdem erledigt. Nach Abschluss des Wasserleitungsbaus waren die betroffenen Straßenabschnitte nur provisorisch asphaltiert worden.

Nun wurden nach den Worten des Planers die Straßenflächen, die wegen des Leitungsbaus aufgegraben worden seien, sowie einige weitere Teilstücke, die in keinem guten Zustand gewesen seien, abgefräst und mit neuem Asphalt versehen. Der bislang nur provisorisch geteerte vordere Bereich des Marktplatzes wurde wieder mit Pflastersteinen versehen. Die Kosten, die alles in allem für die Stadt Arzberg anfallen, beziffert Steppan auf rund 230 000 Euro.

Unumgänglich

Bürgermeister Göcking sagte am Freitagvormittag zum Abschluss der Bauarbeiten, ihm sei bewusst, dass die Straßensperrung den Verkehr in der Innenstadt massiv behindert habe. Doch die Bauarbeiten seien unumgänglich gewesen. „Jetzt kann sich jeder freuen, dass man wieder durchfahren darf“, sagte der Bürgermeister. Das Tiefbauunternehmen aus Regnitzlosau habe gute Arbeit geleistet, ebenso wie die Mitarbeiter des Stadtbauamts und der Stadtwerke. Glücklicherweise seien auch keine Probleme wegen der Corona-Pandemie aufgetreten.

 

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