Pläne für neue Kitas, für Erweiterungen von Krippen – all das ist bislang im Kulmbacher Stadtrat meist diskussionslos und einstimmig befürwortet worden. Schließlich galt es, den gesetzlichen Anforderungen nachzukommen, die Eltern ein Recht auf einen Betreuungsplatz garantieren. Nun soll das auch für die Hortplätze gelten. Schon im kommenden Jahr tritt dieses Recht in Kraft. Und obwohl es in Kulmbach noch klaren Bedarf an neuen Plätzen gibt, hat der Stadtrat am Donnerstagabend mit einer großen Mehrheit Nicole Müller die Bedarfsanerkennung für den von ihr geplanten Kinderhort in der Karlsbader Straße erst einmal verweigert und auf Eis gelegt. Einzig die acht Räte der SPD haben für den Antrag gestimmt. Alle anderen 22 Stadtratsmitglieder waren dagegen, fordern unter anderem, dass man erst einmal mit anderen Trägern bestehender Horte reden sollte und genaue Bedarfe zu ermitteln, bevor man endgültig entscheidet. Nicole Müller, die in Kulmbach vor Jahren die erste private Mini-Kita eröffnet hat und inzwischen im zweiten Jahr in der Nähe des Kulmbacher Flugplatzes eine Waldkita betreibt, zeigt sich enttäuscht. Sie kann nicht verstehen, was zu dieser Ablehnung geführt hat und hegt einen bestimmten Verdacht.