Wiedergewählt Peter Berek bleibt an der Spitze des Heilbäder-Verbands

Das Votum fällt einstimmig aus: Die Vertreter der Bäder in Bayern vertrauen weiterhin auf die Führung des Wunsiedler Landrats. Dieser verweist sowohl auf die Vorteile als auch auf die Probleme der Vereinigung.

„Die Bäder in Bayern haben immer weniger Mittel, um ihre Heilbadaufgaben zu erfüllen“, mahnte Berek. Foto: picture alliance/dpa/Robinson Club GmbH

Der Wunsiedler Landrat Peter Berek bleibt an der Spitze des Bayerischen Heilbäder-Verbandes. Die Teilnehmer des 78. Bayerischen Heilbädertages in Bad Bocklet bestätigten ihn einstimmig im Amt. Berek führt den Verband seit 2021 an. Als Stellvertreter wurde der Bad Füssinger Bürgermeister Tobias Kurz wiedergewählt ebenso wie der Kurdirektor Thomas Beck aus Bad Bocklet als Schatzmeister.

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Der alte und neue BHV-Vorsitzende Peter Berek mit der bayerischen Tourismus-Ministerin Michael Kaniber.

Peter Berek zog eine positive Bilanz seiner bisherigen Amtszeit, hob aber auch die schwierigen politischen Rahmenbedingungen hervor. „Die Gründung einer GmbH durch unseren Heilbäder-Verband hat sich als absolut richtiger Weg erwiesen, um mit Geschäftsführer Frank Oette und unseren Mitgliedern die fachliche Entwicklung und das Marketing weiter voranzutreiben. Große Fortschritte machen wir auch in der Digitalisierung und im Einsatz von KI. Im Gesundheitstourismus und in der Wirtschaft bleiben wir ein starker Faktor, mit einer Brutto-Wertschöpfung von weit über 4,6 Milliarden Euro und 100 000 Arbeitsplätzen im ländlichen Raum.“

Große Sorgen

Große Sorgen bereiten, wie er sagte, die aktuelle politische Lage und die damit verbundenen Auswirkungen auf die Kommunalfinanzen. „Die gegenwärtige Entwicklung ist für die Heilbäder und Kurorte hoch problematisch. Die massiven Kostensteigerungen in nahezu allen Bereichen stehen einbrechende Einnahmen gegenüber. Das führt unter anderem dazu, dass unsere Orte immer weniger Mittel haben, um ihre Heilbadaufgaben zu erfüllen. Wir sind zwar dankbar, dass sich der Freistaat beim kommunalen Finanzausgleich deutlich bewegt hat. Dieses wichtige Signal wird aber nicht ausreichen, um die auf uns zukommenden finanziellen Herausforderungen zu kompensieren.“

Zu Beisitzern wurden Max Hillmeier (Kurdirektor Bad Hindelang), Sepp Barth (Kurdirektor Bad Kötzting), Cathrin Herd (Kurdirektorin Bad Wörishofen), Dr. Christoph Lung (Oberbürgermeister Bad Reichenhall) und Brita Hohenreiter (Kurdirektorin Bad Tölz) gewählt. „Mit diesem starken Team und mit unserem Ansatz als Mitmach-Verband werden wir auch die kommenden Entwicklungen meistern“, so Vorsitzender Peter Berek abschließend.

Foto: Bayerischer Heilbäder-Verband

Vertreter aus Weißenstadt

Aus dem Fichtelgebirge nahmen auch Vertreter der Gesundheitsorte der Region an der Tagung des Bayerischen Heilbäderverbandes in Bad Bocklet teil: aus Weißenstadt, Bad Alexandersbad, Bad Berneck und Bischofsgrün.