Markus Söder ist Profi durch und durch. Als solcher weiß er natürlich, dass man die Messlatte in eigener Sache nie zu hoch hängen darf. Denn reißt man die Marke, fällt einem das schlechte Ergebnis mit doppelter Wucht vor die Füße. Also sagte Söder vergangenen Montag auf die Frage, welchen Prozentwert er sich auf dem Parteitag am Wochenende für seine Wiederwahl wünsche: „Gern so viel wie möglich.“ Das klingt ambitioniert, ist aber auch ausreichend unpräzise. Als dann am Freitagabend alle Zettel ausgewertet sind, hat Söder 83,6 Prozent der gültigen Stimmen auf sich vereint. Das ist deutlich weniger als die 96,5 Prozent vor zwei Jahren, aber damals stellte er sich den Delegierten zwei Wochen vor der Landtagswahl. Da war maximaler Rückhalt für den Spitzenkandidaten Pflicht.
Wiederwahl zum CSU-Chef Schmerzhafter Denkzettel für Söder
Jürgen Umlauft 14.12.2025 - 13:50 Uhr