Wiesenfest Hohenberg Feiern, Feuershow und Fanfaren

Gisela König
Bürgermeister Jürgen Hoffmann beim Zeltaufbau für das Hohenberger Wiesenfest. Foto: Gisella König

An diesem Freitag beginnt das Wiesenfest in Hohenberg an der Eger. Mit Bürgermeister Jürgen Hoffmann freuen sich alle Bürgerinnen und Bürger, dass es nach zwei Jahren wieder stattfinden kann. Und alle helfen mit, damit das Fest ein Erfolg wird.

Jürgen Hoffmann strahlt über das ganze Gesicht. Mit Zuversicht und noch mehr Dankbarkeit blickt er auf das Hohenberger Wiesenfest, das nach zweijähriger Pandemie-Pause am heutigen Freitag mit einem Partyabend auf einem der wohl schönsten Festplätze der Region beginnt. „Die Vorbereitungen“, sagt der Hohenberger Bürgermeister, „haben bereits im Januar begonnen, obwohl damals niemand wissen konnte, wie sich die Pandemie und damit das gesellschaftliche Leben im neuen Jahr entwickelt. Da aber auch die 800-Jahr-Feier der Stadt ansteht, sind wir frühzeitig in die Planung für die beiden Großveranstaltungen eingestiegen.“

Vereine und Ehrenamtliche

Das Hohenberger Wiesenfest kommt traditionsgemäß ohne Festwirt aus und wird ausschließlich von den Vereinen und zahlreichen Ehrenamtlichen gestemmt. Und die Hilfsbereitschaft ist enorm. So hat sich der Bürgermeister über rund 40 freiwillige Helfer beim Aufbau des großen Festzeltes in der dieser Woche gefreut und natürlich an allen Tagen auch selbst kräftig mit angepackt. Dankbar ist Hoffmann auch dem örtlichen Fußballverein, der an den drei Festtagen die Bewirtung übernimmt und im Vorfeld händeringend nach Personal gesucht hat. „Inzwischen sind alle Positionen besetzt,“ sagt Hoffmann und bedankt sich für das Engagement des Vereins und der Bevölkerung.

Den heutigen Partyabend auf dem Festplatz organisiert die Gruppe „Gönn dir“, ein Zusammenschluss von rund 15 jungen Erwachsenen, die dafür gesorgt haben, dass mit der Band Geile Zeit ein Zugpferd auf der Bühne steht und der Nightliner die Veranstaltung anfährt.

Königsproklamation auf dem Burgplatz

Der Wiesenfestsamstag beginnt traditionell um 19 Uhr mit der Proklamation des Hohenberger Schützenkönigs auf dem Burgplatz. Im Festzelt auf dem Festplatz findet dann nach der Begrüßung durch Jürgen Hoffmann der Vereinsabend statt, den die Hohenberger Vereine ausrichten. Mit dabei sind aber auch Gruppierungen von auswärts wie zum Beispiel die Faschingsgesellschaft Rot-Weiß Schirnding, die ebenso wie der Hohenberger Turnverein Aufführungen plant. Die Tänzerinnen von „Kahira“ werden mit ihrer Feuershow einen Höhepunkt setzen, ebenso der Heidelberger Fanfarenzug mit seinen 35 Musikern und die Hohenberger Ritter mit ihrer Musikgruppe Crex Confusus. Zwischen den Darbietungen unterhält DJ Harald Max die Gäste, der den Abend auch moderieren wird.

Historischer Festzug

Ein Höhepunkt des Hohenberger Wiesenfestes ist traditionell der historische Festzug am Sonntag. Aufstellung genommen wird heuer um 13 Uhr nicht auf dem Burgplatz, sondern auf dem Gelände der Firma Dibbern, da zahlreiche historische Fahrzeuge den Festzug anführen werden. Die Schulkinder tragen historische Kleider aus dem Fundus der Stadt. Mit dabei sind auch der Kindergarten und die Hohenberger Vereine mit Abordnungen. Für die Marschmusik sorgen erstmals der Selber Spielmanns- und Fanfarenzug sowie der Fanfarenzug Heidelberg. Das historische Stück vom Empfang des Markgrafen führen die Kinder beim Eintreffen im Kastanienrund auf dem Festplatz auf. Jürgen Hoffmann wird die Gäste dort begrüßen, und die Grundschulkinder haben einen Tanz einstudiert. Für die musikalische Unterhaltung am Nachmittag sorgt die Kapelle Böhmisch Blech, und der Abend steht musikalisch ganz im Zeichen des Soundexpress-Revivals, unterstützt von der Band Selb Control.

Den Wiesenfestmontag läutet der Weckruf der Hohenberger Feierwehrkapelln ein, die die Festgäste dann auch beim Frühschoppen ab 9.30 Uhr unterhält Am Nachmittag organisieren die Hohenberger Vereine einen Kindernachmittag mit vielen Spielen für die jungen Festbesucher. Da das Hohenberger Wiesenfest traditionell ohne Fahrgeschäfte auskommt, wird eine Hüpfburg bei den Kindern hoch im Kurs stehen.

Luftballons in Blau und Gelb

Das Fest endet, begleitet von der Egertaler Blaskapelle, um 17 Uhr mit dem Einzug zum Burgplatz, wo nach einer Rede des Bürgermeisters, dem Hohenberg-Lied und der Nationalhymne Luftballons in den Farben blau und gelb im Hinblick auf die Ukraine in den Himmel steigen werden. Den Abschlussabend umrahmt die Egertaler Blaskapelle.

Das kulinarische Angebot beschreibt Bürgermeister Hoffmann als „international sowie traditionell“ – vom orientalischen Gericht bis zur Bratwurst und allerlei Süßem wird alles geboten. Im sogenannten Schüpfl beziehungsweise auf der romantischen Balkon-Terrasse richten die VW-Freunde am Sonntag- und Montagnachmittag eine Kaffeestube mit großem Kuchenbuffet ein.

Wie engagiert die Hohenberger anpacken, schildert Jürgen Hoffmann an einem Beispiel: Da den VW-Freunden die Frontansicht des „Schüpfls“ nicht gefallen habe, hätten etliche Helfer unter kompetenter Anleitung in ihrer Freizeit zwei Wochen die Frontfassade ansehnlich gestaltet und ordentlich verputzt. Das „Schüpfl“ bietet nun zusammen mit den Toiletten einen sauberen Anblick.

„Nur durch diesen Zusammenhalt ist es möglich, dass unser Wiesenfest stattfinden kann,“ sagt Bürgermeister Hoffmann und dankt auch den vielen Spendern und Gönnern, die den „Glückshafen“ ermöglichen, der wiederum Geld in die Kasse der Stadt spült. „Das brauchen wir angesichts unseres nicht genehmigten Haushalts dringend, um die Unkosten zu decken.“ Und ganz ähnlich verhalte es sich mit der Großveranstaltung zur 800-Jahr-Feier nur eine Woche später.

 

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