Wiesenfest Melkendorf Strahlende Augen und Blumen im Haar

Stephan Stöckel

Endlich durften die Kinder aus Melkendorf wieder ihr Wiesenfest feiern. Das genossen die Kleinen genau so wie die Großen.

Ausgelassen und fröhlich ging es am Samstagnachmittag beim Melkendorfer Wiesenfest zu. Schon beim Aufstellen reckten einige Buben und Mädchen aus der Theodor-Heublein-Schule nach zwei Jahren Corona-Pausen ihre Arme in die Höhe und stießen jede Menge Freudenschreie aus. Ihre Hochstimmung ließen sich Alt und Jung auch nicht vom kurzen Regenschauer vermiesen, der just in dem Moment einsetzte, als sich der Festzug in Bewegung gesetzt hatte. Mit schön geschmückten Tafeln, gebackenen Klassenzahlen um den Hals und Blumenkränzen auf dem Haar marschierten die Kleinen, begleitet vom klingenden Spiel der städtischen Jugendkapelle unter der Leitung von Harald Streit, durch die Straßen des Kulmbacher Ortsteils.

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Wenn der Elefant in die Disco geht

Insgesamt 90 Schüler nahmen an dem Umzug teil. Auch einige Ehemalige und Ehrengäste hatten sich in den Zug eingereiht. Stolz trugen die 16 zukünftigen ABC-Schützen ihre Schulranzen zur Schau. Pünktlich zum Schulfest hatte sich der Regenschauer dann wieder vorzogen. Der Kreativität der kleinen Künstler stand somit nichts mehr im Wege. Die Schüler aus der zweiten Klasse überzeugten als Theaterschauspieler in dem Stück „Verdammt“ aus der Feder des Kulmbacher Autors Rüdiger Baumann. Darin geht es um einen nachhaltigen Umgang mit Wasser. Am Ende ihrer Aufführung richteten die Pennäler einen vielstimmigen und leidenschaftlichen Appell an die Zuhörer: „Wir alle müssen mitdenken und mitmachen.“

Die erste Klasse, begleitet von Birgit Baumann an der Gitarre, verzauberte Alt und Jung mit dem pfiffigen Singspiel „Die kleine Raupe Nimmersatt.“ Die Klassen 3a und 3b der Kulmbacher Werner-Grampp-Schule, die im Melkendorfer Schulhaus unterrichtet werden, ermunterten in dem Lied „Wir“ zu Miteinander und Rücksichtnahme. Die 3. Klasse aus der Theodor-Heublein-Schule hatte mit dem Singspiel „Wenn der Elefant in die Disco geht“ die Lacher auf ihrer Seite. Die vierte Klasse sang sich mit der Rockhymne der Toten Hosen „An Tagen wie diesen“ in die Herzen der Zuhörer.

Bürgermeister möchte jedem Kind ein Eis spendieren

Die Kinderherzen eroberte Bürgermeister Ingo Lehmann mit seiner Ankündigung, jedem Schüler ein Eis zu spendieren. Fördervereinsvorsitzende Heike Vogel verabschiedete sich im Beisein von Schulleiterin Claudia Schmidt, Elternbeiratsvorsitzendem Sven Burmann und Schulamtsdirektorin Kerstin Zapf. Sie hatte drei Jahre im Elternbeirat und sechs Jahre im Förderverein gewirkt. Den Schülern der vierten Klasse versüßte Vogel ihren Abschied von der Theodor-Heublein-Schule mit Bechern voller Gummibeeren. Mit einem Geschenk bedankte sie sich bei Hausmeister Thorsten Wallsteiner für sein Engagement.

Auch eine Spielestraße hatte man organisiert. Hier lebten die Jungen und Mädchen unter anderem auf einem Ski- und Flossenparcour sowie beim Torwandschießen ihren Bewegungsdrang aus. Für Essen und Trinken sorgten der Elternbeirat und der Förderverein. Die Flötengruppe des Musikvereins Melkendorf 1890 hatte ihre Gartenbar geöffnet. Schüler aus der Arbeitsgemeinschaft Schulgarten verkauften Ableger von Zimmerpflanzen und Holunderblütenlimonade.