Warum etwas einwenden, wenn es doch nichts bringt? Der Rehauer Stadtrat gibt kein Statement zum geänderten Regionalplan Oberfranken-Ost ab. Der Plan verzeichnet, wo in der Region vorrangig Windkraftanlagen gebaut werden sollen. Ein Teil dieses Planes wird derzeit fortgeschrieben. Darin tauchen einige neue Vorrangflächen auf, als einzige im Hofer Land jene zwischen Rehau und der Stadt Schwarzenbach auf Schwarzenbacher Flur, wo sich die Stadtverwaltung aktiv um die Aufnahme der Fläche bemüht hat. Hier sollen vier ziemlich hohe Windräder gebaut werden. Die Stadt Rehau war nun aufgerufen, sich hierzu äußern – tut das aber nicht, anders als vor zwölf Jahren, als Schwarzenbach bereits ein ähnliches Vorhaben auf einem fast identischen Areal am Petersberg auf den Weg bringen wollte. Damals wandte Rehau ein, die Windräder könnten das Ortsbild von Pilgramsreuth mit der denkmalgeschützten Kirche verschandeln. Ein solches Statement bliebe heute aus Sicht des Stadtbauamtes wirkungslos, da der Gesetzgeber „um jeden Preis“ die Stromversorgung aus Windkraft vorantreibe. Dieser Argumentation folgend, sprach sich der Stadtrat mehrheitlich dafür aus, auf eine Stellungnahme zu verzichten und die von 2012 zurückzuziehen, indem der damalige Ratsbeschluss aufgehoben wurde. Gegenstimmen kamen von denen beiden AfD-Vertretern. Sprecher Helmut Auer forderte, den alten Beschluss aufrechtzuerhalten und sich „nach der Zerstörung des Naherholungsgebietes am Heinersberg“ gegen die Fortschreibung auszusprechen. Bekanntlich ist am Heinersberg ein Solarpark entstanden. Auer betonte, Windräder hätten Auswirkungen auf Flora und Fauna. Insbesondere stellten sie eine Gefahr für Fledermäuse dar. Bürgermeister Michael Abraham entgegnete: „Es ist eindeutig absehbar, dass eine Stellungnahme zu keinem Erfolg führen würde.“ Harald Ehm (CSU) begründete die Zustimmung seiner Fraktion auch damit, dass Rehau nicht direkt betroffen sei.