Nachdem Klaus Edelmann in den Trainerruhestand geht, haben wir Nico Reichenberger noch als Trainer in der Sportschule der Bundespolizei in Bad Endorf. Er ist dort auch für weitere nordische Skisportler, aber auch für andere Wintersportler zuständig. Der Mannschaftsarzt unserer Nordischen Kombinierer, Dr. Stefan Pecher aus Fichtelberg/Neubau bleibt uns ebenfalls erhalten. Während der Wintersaison begleitet uns der Waldershofer Roland Schmidt als Servicetechniker bei den Continental-Cups und einigen Weltcups und bei Highlights werden wir dann sicher auch wieder unseren eigenen Koch dabei haben. Uli Rupprecht stammt wie ich aus Weißenstadt und hat uns bereits bei vielen Medaillenerfolgen mit guter Ernährung geholfen.
Was sind die großen Ziele und Herausforderungen für die neue Saison?
Die Weltcupsaison im Skispringen beginnt wegen der Fußball – WM in Katar bereits Anfang November – so früh wie noch nie. Wir werden auf einer Eisspur anfahren, jedoch auf Matte landen, dies ist ein Novum. Hier ist eine gute Strategie gefragt, auch wegen des frühen Zeitpunktes. Ansonsten steht die Nordische Ski- WM im Februar in Planica im Fokus. Dies wird sicher ein Zuschauerspektakel werden, denn Slowenien ist ein skisprungverrücktes Land mit vielen emotionalen Menschen. Ich hoffe sehr, dass auch die Nordische Kombination von dieser Atmosphäre profitieren wird.
Unabhängig von ihrer großen Verantwortung im Deutschen Skiverband wurde bekannt, dass Sie sich für ein touristisches Projekt in ihren Geburtsort Weißenstadt interessiert hatten?
Ja, dies ist richtig. Ich bin hier groß geworden und aufgewachsen und hätte hier gerne Verantwortung übernommen und mit einem jungen und ambitionierten Team aus Weißenstadt und der Region etwas für die Stadt und den Tourismus entwickelt. Ich wäre auch bereit gewesen, meine berufliche Ausrichtung neu aufzustellen, doch die Stadt Weißenstadt hat sich hier für eine andere Lösung entschieden. Dies musste ich leider so akzeptieren.
Noch eine abschließende Frage zum Ende der leistungssportlichen Karriere ihres Sohnes Simon Hüttel als Nordischer Kombinierer. Bedauern Sie diese Entscheidung?
Das sehe ich aus mehreren Perspektiven, als Vater genauso wie als Funktionär im Skiverband. Ich hätte mir als beides aber auch gewünscht, dass er mehr seiner sich selbst gesteckten sportlichen Ziele erreichen könnte. Letztlich war es seine eigene Entscheidung, die er zwar nicht über Nacht gefällt hatte, die ihm aber kurzfristig entstandene neue berufliche Perspektiven erleichtert hatten. Das Interview führte Klaus Purucker