Wintersport Lebensgefahr auf dünnem Eis

Das Bild zeigt den noch nicht zugefrorenen See der Hinteren Höhe in Münchberg Foto: BRK

Auch wenn die Eishallen in diesem Winter nicht öffnen: Von Wintersport auf natürlichen Eisflächen rät die Wasserwacht dringend ab. Für den Notfall hat sie einige Tipps parat.

Münchberg - Die kalten Temperaturen der vergangenen Tage, vor allem nachts, haben dazu geführt, dass sich auf einigen kleinen Weihern und Seen im Landkreis bereits eine dünne Eisschicht gebildet hat. Wirklich zugefroren ist jedoch noch keines dieser Gewässer, tragfähig ist diese dünne Eisschicht noch lange nicht. Das heißt es besteht Lebensgefahr, wenn man sie betritt.

Die BRK-Wasserwacht warnt daher eindringlich vor dem Betreten nicht tragender Eisflächen. Da er wegen der Corona-Pandemie aktuell nicht die Schulen besuchen kann, gibt Manfred Beier, Ausbilder Wasserrettung von der Ortsgruppe Münchberg der Wasserwacht, in einer Mitteilung einige wichtige Hinweise zu diesem Thema.

Von außen lässt sich nicht erkennen, wie dick eine Eisschicht ist oder ob es noch andere Gefahren im Eis gibt wie eingeschlossene Luftblasen. Aufgrund der niedrigen Wassertemperaturen verliert ein ins Eis eingebrochener Mensch innerhalb kürzester Zeit das Bewusstsein und läuft Gefahr, zu ertrinken.

Die Wasserwacht rät dringend, folgende Regeln für den Ernstfall zu beachten:

Laut um Hilfe rufen. Auf jeden Fall vermeiden, dass man unter das Eis gerät. Wenig bewegen, um möglichst wenig Körpertemperatur zu verlieren. Ist noch eine zweite Person dabei, sollte sie sofort Hilfe holen über die Notrufnummer 112 und die eingebrochene Person beruhigen. Nur mit Hilfsmitteln wie Rettungsring, Leitern (teilweise an Seen am Uferbereich vorhanden), Ästen, Abschleppseil oder ähnlichen Gegenständen, die zur Verfügung stehen, die eingebrochene Person absichern. Nur zur Rettung ans eisige Wasser gehen, wenn man selbst über eine weitere Person mit einem Seil gesichert sind. Den Verunglückten an Land bringen, in der stabilen Seitenlage lagern und vor Kälte schützen, bis der herbeigerufene Rettungsdienst eintrifft.

Eisflächen auf natürlichen Gewässern sollten besser gemieden werden, auch wenn in diesem Winter die Eissporthallen für die Öffentlichkeit geschlossen sind. Wer dennoch Wintersport auf dem Eis treiben möchte, sollte nur an bewachten Gewässern und nie allein auf das Eis gehen sowie Warnungen der Behörden und Medien sowie Hinweis- und Verbotsschilder beachten.

 
 

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