Wintersport Noch Geduld am Ochsenkopf

Thomas Geißler
  Foto: picture alliance/dpa/Nicolas Armer

Schnee und Minusgrade: Das Wetter meint es endlich gut mit den Pistenbetreibern im Fichtelgebirge. Die Verantwortlichen nennen einen groben Zeitplan, wann der Betrieb aufgenommen wird.

„Die Optik schaut schon gut aus.“ Mit diesen zuversichtlichen Worten beschreibt Andreas Schreyer die aktuelle Situation am Ochsenkopf. Er ist mitverantwortlich für den Seilbahn- und Pistenbetrieb an den beiden Hauptabfahrten und hat derzeit alle Hände voll zu tun: „Im Moment wird noch kräftig beschneit, die Schneekanonen laufen schon.“

Am Ochsenkopf wird die Piste vorbereitet

Das lässt Wintersport-Enthusiasten natürlich hoffen, dass sie bald wieder auf Skiern und Snowboards die Piste herunterbrettern können. Doch ein wenig müssen sich Gäste und Einheimische noch gedulden, bevor es wieder richtig losgehen kann. Schließlich ist von den einst gut präparierten Abfahrten zum Saisonstart im Dezember nahezu nichts mehr übrig geblieben. Wochenlange Plusgrade haben ausnahmslos alle Skigebiete im Fichtelgebirge in einen Flickenteppich aus Wasserpfützen und Grasstreifen verwandelt.

Dementsprechend lange dauere es laut Schreyer, bis wieder gut präparierte Strecken für den Wintersportbetrieb geöffnet werden können: „Am Wochenende wird es noch nichts am Ochsenkopf, dafür ist die Zeit zu knapp. Wir brauchen jetzt zunächst eine solide Basis, auf der wir dann weiter aufbauen können. Deswegen steht erst einmal die Beschneiung im Vordergrund. Denn der Schnee, der vom Himmel gefallen ist, ist immer noch ein bisschen wenig.“

Andere Lifte öffnen schon

Tatsächlich sind die gegenwärtigen Schneehöhen trotz der Schneefälle in den zurückliegenden Tagen überschaubar. Im Tal liegen fünf bis zehn, auf dem Ochsenkopfgipfel zwischen zehn und zwanzig Zentimeter Schnee. Der große Wintereinbruch mit massig Neuschnee lässt im Fichtelgebirge weiter auf sich warten.

Darum hofft man auch auf die angekündigten Niederschläge am Wochenende. In der Nacht von Samstag auf Sonntag soll es zu weiteren Schneefällen in der Region kommen. Für einige der kleineren Liftbetreiber wäre dies ideal, denn sie wollen den Betrieb bereits am 21. und 22. Januar aufnehmen.

So öffnet der Skilift an der Bleaml-Alm seine Pforten für Wintersportler, wie die Betreiber auf deren Website mitteilen. Die Abfahrt im Fichtelberger Ortsteil Neubau gilt als eine der schneesichersten im gesamten Skigebiet, da sie auf der niederschlagsreicheren Seite des Ochsenkopfs liegt. Auch das Team vom Fleckl-Lift möchte am Wochenende wieder seine Gäste willkommen heißen. „Wir warten noch auf etwas Schnee, sind aber guter Dinge“, lässt Betreiber Stefan Bauer verlauten.

Mitte nächster Woche soll Lift am Ochsenkopf öffnen

Etwas verhaltener ist man an den Skischaukeln Hempelsberg und Geiersberg in Oberwarmensteinach. Dort ist die Schneesicherheit wegen der geringeren Höhenlage derzeit nicht gegeben. „Es macht eben einen Unterschied, ob man auf 1000 Meter oder 700 Meter liegt“, meint Inhaber Hermann Nickl. Sollte am Wochenende wie angekündigt mehr Schnee fallen, sähe die Situation aber womöglich besser aus. Gleiches gilt für Klausenlift, Familienland und Rodelhang in Mehlmeisel. Diese bleiben witterungsbedingt bis auf Weiteres geschlossen.

Dass man sich an den besucherstarken Hauptabfahrten des Ochsenkopfs so viel Zeit lässt, liegt an der Planungssicherheit. „In Berlin und Brandenburg starten Ende Januar die Winterferien. Da wollen wir natürlich für die Besucher gute Pistenbedingungen garantieren. Darum produzieren wir jetzt mehr Schnee, um auf Nummer sicher zu gehen“, erklärt Schreyer. Mitte oder Ende nächster Woche soll dann die Öffnung erfolgen. Für die Langläufer wagt er ebenfalls eine Prognose: „Die Auflage ist noch zu dünn. Wenn aber mehr Schnee fällt, können wir die ersten Loipen demnächst spuren.“ Bis dahin heißt es aber: Füße stillhalten.

 

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