Wintersport Skisaison steht in den Startlöchern

Für das Langlauf-Vergnügen fehlen im Hohen Fichtelgebirge derzeit noch ein paar Zentimeter Naturschnee. Foto: /Florian Trykowski

Im Fichtelgebirge warten die Pistenbetreiber derzeit noch auf kältere Temperaturen, damit die Schneekanonen ihren Dienst aufnehmen können. In anderen Skigebieten in Sachsen und Thüringen laufen die bereits. Am 16. Dezember soll es in vielen Gebieten dann losgehen.

An der Zugspitze können Wintersportler bereits seit Freitag ihre Skier und Snowboards ausfahren, in der Region müssen sie sich hingegen noch fast zwei Wochen gedulden. „Die Skisaison startet am 16. Dezember“, sagt Ferdinand Reb, Geschäftsführer der Tourismuszentrale (TZ) Fichtelgebirge auf Nachfrage unserer Zeitung über die Skipisten rund um den Ochsenkopf. „Beschneit wird derzeit aber noch nicht, weil dazu die Temperaturen fehlen.“

„Wenn man sich den Wetterbericht ansieht, werden die Nächte in dieser Woche kälter und damit dürften die Liftbetreiber vermutlich auch mit der Beschneiung beginnen“, erklärt Reb. Das Landesamt für Umwelt beruft sich auf seiner Homepage auf einen Bericht der Internationalen Alpenschutzkommission, die eine effiziente Beschneiung erst bei Lufttemperaturen von minus vier Grad Celsius abwärts sieht.

Auch die Langläufer müssen noch etwas warten, bis sie in Oberfranken wieder ihre Skier anziehen können. „Hierfür fehlt uns noch etwas der Naturschnee“, erklärt Reb. Was jedoch bereits aktuell gut möglich sei, sei Winterwandern. „Bei Sonnenschein, Temperaturen um die null Grad Celsius und einer leicht angezuckerten Winterlandschaft ist das ein perfektes Erlebnis“, sagt Reb.

Auf das setzen Anfang kommenden Jahres auch die Veranstalter des 5. Deutschen Winterwandertags, der von 18. bis 21. Januar rund um den Ochsenkopf stattfindet. Zahlreiche Wanderungen – klassisch und mit Schneeschuhen – führen dort rund um Mehlmeisel, Fichtelberg, Bischofsgrün und Warmensteinach. Bis dahin dürfte sich auch die Schneesituation im Fichtelgebirge deutlich stabilisiert haben.

Etwas weiter in ihren aktuellen winterlichen Vorbereitungen sind bereits die Skigebiete im Thüringer Wald und in Sachsen. „Wir haben die Schneekanonen an diesem Wochenende angeworfen“, sagte der Chef der Fichtelberg-Schwebebahn, René Lötzsch. Der Auftakt in Sachsens größtem alpinen Skigebiet sei ebenfalls für den 16. Dezember geplant. „Wenn es die Wetterbedingungen bis dahin zulassen“, sagt Lötzsch.

Um die 100 Schneekanonen sollen in den kommenden Tagen und Wochen einen Großteil der rund 15 Kilometer Pisten beschneien. Der Kunstschnee sei die Grundlage für den Skibetrieb, betonte Lötzsch. „Trotz der hohen Energiepreise gibt es da kein Zurück. Der Naturschnee macht zu oft einen Bogen um unser Gebiet.“

Ein Teil der höheren Kosten wird auf die Skifahrer umgelegt: Der Preis für den Tagespass am Fichtelberg wurde von 35 auf 39 Euro angehoben. Skifahrer, die auch die Pisten am Keilberg auf tschechischer Seite nutzen wollen, zahlen 73 Euro für einen Eineinhalb-Tagespass der Interskiregion.

Ebenso hat man in Altenberg im Osterzgebirge die Wintersportsaison fest im Blick. „Unsere drei Schneekanonen und 15 Lanzen laufen“, sagte Betriebsleiter Manuel Püschel. Auch hier ist der Start für Mitte Dezember geplant. Auf Naturschnee können sich hier die Liftbetreiber auch nicht verlassen. „Der Naturschnee ist ohnehin nur da, damit es schön winterlich aussieht“, erläuterte Püschel. Selbst wenn es mal 30 Zentimeter Neuschnee geben würde, halte dieser die Strapazen durch die Skiläufer nicht lange aus und es benötige eine Auflage mit Kunstschnee.

Im Thüringer Wald hoffen die Wintersport-Betreiber auf einen ähnlich guten Winter wie in der vergangenen Saison. Was die Schneedecke betrifft, sei die Rennsteigregion aber noch nicht so weit wie im Vorjahr, sagte Stefan Ebert vom Regionalverbund Thüringer Wald auf Anfrage. „Voriges Jahr konnten schon am 1. Dezember die ersten Loipen in Oberhof und Masserberg gespurt werden.“ Dafür müssten mindestens 25 Zentimeter Schnee liegen. Zumindest Alpinskifahrer können sich Hoffnungen auf erste Bergabfahrten machen. Voraussichtlich an diesem Samstag sollen die ersten Skilifte in Betrieb gehen.

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