„Wir schaffen das“ – im August 2015 kommt es Birgit Ertl zunächst gar nicht in den Sinn, das inzwischen berühmt-berüchtigte Merkel-Diktum in Frage zu stellen. Denn die Euphorie des Helfen-Wollens ist ihr, die in Rehau damals einen der größten und aktivsten Unterstützerkreise für Geflüchtete in der Region leitet, zu diesem Zeitpunkt längst vertraut: Bereits 1989 ist sie zur Stelle und packt mit an, als die Züge mit den Prager Botschaftsflüchtlingen am Hofer Hauptbahnhof ankommen. Deshalb ist in ihren Augen sofort klar: „Wir haben es damals geschafft – und selbstverständlich schaffen wir es auch heute.“
„Wir schaffen das“ Warum eine Flüchtlingshelferin den Satz kritisch sieht
Nico Schwappacher 31.08.2025 - 11:30 Uhr