Auf ungewöhnliche Weise hat der Wirsberger Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung auf die Unterbringung von insgesamt 16 Asylbewerbern in zwei Häusern im Ort reagiert. Einstimmig haben die Ratsmitglieder ihr Missfallen ausgedrückt, wie die Art und Weise der Unterbringung vonstattengegangen ist. „Ich wurde heute vom Landratsamt angerufen, dass wir morgen 16 Asylbewerber bekommen“, hat Bürgermeister Jochen Trier den Beschluss begründet und kritisiert, die Absprache sei eine andere gewesen. Weitere Asylbewerber will Wirsberg nun nicht mehr aufnehmen. Der Gemeinderat verhängte einen „Aufnahme-Stopp“, wohl wissend, dass das nur ein Zeichen sein kann, weil ein solcher Beschluss keine Rechtskraft hat. Das alles habe nichts mit Fremdenfeindlichkeit zu tun, , macht der Bürgermeister im Gespräch mit unserer Zeitung deutlich. Es gehe ihm um Fairness, um gerechte Verteilung. Genau die sieht Trier im Landkreis Kulmbach nicht.