Klingenthal/Carlsfeld - Der Argentinische Tango hat einem schon fast vergessenen Musikinstrument im Vogtland und Erzgebirge neues Leben eingehaucht. Seit dieser Tanz in Ball- und Konzertsälen eine ungeahnte Renaissance erlebt, sind Bandoneons aus Sachsen wieder gefragt. Kleine Unternehmen in Klingenthal und Carlsfeld haben die einst florierende Fertigung dieser Instrumente wieder aufgenommen, ohne die kaum ein Tango auskommt. In den 1960er Jahren war deren Produktion zum Erliegen gekommen. "Wir wollen das Bandoneonspiel den Menschen wieder näher bringen und auch Tango-, Akkordeon- und Klavierspieler für das Instrument begeistern", sagt die Chefin der zehn Jahre alten Bandonion & Concertinafabrik Klingenthal, Anja Rockstroh. Bandoneons sind Harmonikas - wie etwa auch die Akkordeons oder die Concertinas. Allerdings sind Bandoneons nicht ganz billig. So kosten etwa die Instrumente von Uwe Hartenhauer, der ebenfalls in Klingenthal seine Werkstatt hat, von 3350 Euro bis mehr als 8000 Euro. Hartenhauer, der sein Handwerk am Akkordeon gelernt hat, baut schon seit 1991 Bandoneons - etwa 20 Stück im Jahr.
Wirtschaft Bandoneons aus Sachsen lassen den Tango klingen
Redaktion 03.01.2014 - 00:00 Uhr