Bayreuth - Es ist eine nüchterne Analyse: "Unter den mentalen Effekten der Globalisierung ragt die Tatsache hervor, dass sie das ständige Rechnen mit dem fernen Anderen, dem unsichtbaren Konkurrenten, zur Norm erhoben hat", formulierte der bedeutendste zeitgenössische, deutsche Philosoph Peter Sloterdijk bereits vor knapp zehn Jahren. In seiner philosophisch theoretischen Schrift "Im Weltinnenraum des Kapitals", ausgezeichnet als Wirtschaftsbuch 2005 in der Kategorie "Zukunft des Kapitalismus", erkennt er "im Globalraum keine Auszeiten mehr".