Seit Beginn der Evolution haben Lebewesen immer wieder neue Lebensräume erobert. „Das ist grundsätzlich ein natürlicher Prozess“, sagt Hanno Seebens vom Senckenberg Biodiversität- und Klima-Forschungszentrum in Frankfurt. Ein Problem werde daraus erst, wenn sich Tier- und Pflanzenarten in kurzer Zeit und über große Distanzen in Gebieten verbreiten, in denen sie bislang nicht vorkamen. Genau das passiert durch den Menschen im großen Maßstab. Seebens verweist insbesondere auf die globalen Warenströme und den Tourismus – also auf den wachsenden Transport von Gütern und Personen, bei dem nicht selten unerwünschte blinde Passagiere in Form gebietsfremder Tiere, Pflanzen oder auch Mikroorganismen mit an Bord sind.