Wölfe-Keeper in der DEL Zwei frühe Gegentore, aber schöne Erfahrung

Daniel Grönke und
VER-Torwart Michael Bitzer, hier gegen Wolfsburgs Phil Hungerecker (rechts),hat am Mittwoch sein DEL-Debüt für den Selber Kooperationspartner Bietigheim Steelers gefeiert. Foto: imago images/Jan Huebner

VER-Torwart Michael Bitzer hat am Mittwoch sein DEL-Debüt gefeiert. Trotz der 3:5-Niederlage der Bietigheim Steelers in Wolfsburg blickt der 28-Jährige zufrieden zurück.

Bietigheim/Selb - Die Meldung war erst am Dienstag und dazu noch höchst überraschend eingetroffen: Torwart Michael Bitzer, der nach einem zweijährigen Gastspiel bei den Eispiraten Crimmitschau eigentlich seine aktive Profi-Karriere schon beenden und in den USA als Trainer arbeiten wollte, nach über einem halben Jahr Spielpause dann Mitte Dezember doch wieder nach Deutschland und direkt ins Tor des VER Selb zurückgekehrt ist, durfte am Mittwochabend für den Selber Kooperationspartner Bietigheim Steelers in Wolfsburg sein Debüt in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) feiern.

Es dürften nicht wenige Selber Anhänger gewesen sein, die den ersten Auftritt des 28-Jährigen im deutschen Eishockey-Oberhaus live auf MagentaTV verfolgt und anfangs auch mit „ihrem“ Keeper gelitten haben. Das DEL-Debüt hätte für Bitzer nämlich nicht schlimmer beginnen können: Bereits die ersten zwei Torschüsse musste die eigentliche Selber Nummer eins innerhalb von 32 Sekunden passieren lassen. Am Ende stand eine 3:5-Niederlage für den letztjährigen DEL2-Meister und DEL-Aufsteiger aus Bietigheim zu Buche. Nichtsdestotrotz trat Michael Bitzer zufrieden und stolz die „Heimreise“ nach Selb an, wo er am Donnerstagvormittag schon wieder zum Training auf dem Eis stand.

Das Spiel mit Bietigheim in Wolfsburg sei eine großartige Möglichkeit für ihn gewesen, sagte Bitzer unserer Zeitung. „Es hat mich sehr gefreut und war klasse, dass ich diese Chance in der DEL und einen Eindruck vom nächsten Level bekommen habe.“ Und was ist hängengeblieben? „Die Geschwindigkeit war auf jeden Fall höher“, erklärt Bitzer. Es sei wirklich richtig gutes Hockey gewesen. Mit seiner eigenen Leistung war der Selber Keeper nicht unzufrieden. „Ich denke, dass ich ein recht gutes Spiel gemacht habe – zumindest ab dem Zeitpunkt, als ich mich daran gewöhnt hatte. Ich hätte mir natürlich gewünscht, Bietigheim zu ein paar Punkten verhelfen zu können, bin aber mit der Erfahrung, die ich gemacht habe, trotzdem im Großen und Ganzen zufrieden.“ Auch der Empfang in Bietigheim habe ihn – wie vor ein paar Wochen schon in Selb – sehr beeindruckt. „Die Jungs haben alles dafür getan, dass ich mich willkommen fühle. Dafür bin ich ihnen dankbar.“

Jetzt aber liege sein Fokus wieder voll auf dem VER Selb, verspricht Bitzer den Wölfe-Anhängern. „Ich gebe alles, um helfen zu können, dass wir als Team besser werden und mehr Siege erreichen.“

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