Während Bilder von vier jungen, durchs Fichtelgebirge tapsenden Wölfen die die Runde machen, und die oberfränkischen Experten vor allem zu Ruhe und Entspannung raten, würde Hubert Aiwanger offensichtlich am liebsten zur Attacke auf den grauen Räuber blasen. Bayerns Jagdminister hat laut einer Pressemitteilung seines Ministeriums die Bundesregierung aufgefordert, in einem Nationalen Bericht den Erhaltungszustand von europäisch geschützten Arten wie dem Wolf zu bewerten und der Europäischen Kommission kurzfristig zu melden. Dahinter steckt laut Aiwanger folgendes: „Die Bundesregierung hat im Koalitionsvertrag große Ankündigungen zum Thema Wolf gemacht. Bei einer ihrer Kernaufgaben, nämlich der Feststellung des Erhaltungszustands, scheint sie nun aber bereits zu versagen und an realitätsfernen Kriterien festzuhalten.“