Wunsiedel - Selten hatte es ein Thema gegeben, das in Wunsiedel leidenschaftlicher diskutiert wurde: An der Straßenbahn "Emma", die der Kunsterzieher German Schlaug im Jahr 2002 in der Breiten Straße als Veranstaltungsstätte zum Beispiel für Lesungen aufstellen ließ, schieden sich die Geister. Nach vielen Diskussionen musste Schlaug das 45 Jahre alte und zwölf Tonnen schwere Fahrzeug, das einst durch Jena rumpelte, dann im Sommer 2003 von der Breiten Straße entfernen. Hätte er diesen Stadtratsbeschluss, der mit einer Stimme Mehrheit gefasst worden war, nicht befolgt, dann hätte ihm ein saftiges Bußgeld gedroht. Über Nacht ließ Schlaug das Vehikel wegschaffen. Die Straßenbahn steht seitdem auf dem Parkplatz vor dem Automobilmuseum und der Gaststätte "Museo" in Fichtelberg - und so mancher Wunsiedler, der hier als Besucher sein Auto abstellt, erinnert sich an den Waggon. Könnte Emma eigentlich in die Festspielstadt zurückkehren? "Grundsätzlich kann ich mir das schon vorstellen", sagt Bürgermeister Karl-Willi Beck auf Anfrage der Frankenpost. Der Bürgermeister verweist auf den für heuer geplanten Gestaltungswettbewerb für das sogenannten Altstadt-H (das H kennzeichnet den Bereich Ludwigstraße, Maximilianstraße und Marktplatz). Vielleicht ließe sich dabei ein geeigneter Platz für "Emma" finden.
Wunsiedel Beck schließt Rückkehr nicht aus
Redaktion 24.08.2011 - 00:00 Uhr