Wunsiedel Endlager-Suche in der Diskussion

Ostbayern könnte von der Suche nach einem Standort für ein tiefengeologisches Lager für hochradioaktiven Atommüll betroffen sein. An diesem Mittwoch wollen die Bürgerinitiativen informieren.

Ein Endlager für Atommüll ist nach Ansicht von Wissenschaftlern im Fichtelgebirge ungeeignet. Quelle: Unbekannt

Wunsiedel - Ostbayern könnte von der Suche nach einem Standort für ein tiefengeologisches Lager für hochradioaktiven Atommüll betroffen sein. Denn hier gibt es Gesteinsvorkommen, die grundsätzlich für das Suchverfahren infrage kommen, wie einer Pressemitteilung der Grünen im Landkreis Wunsiedel zu entnehmen ist.

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Seit 2017 läuft die neue Suche für ein langfristiges Atommüll-Lager. Im Herbst 2020 erfährt die Öffentlichkeit mit dem "Zwischenbericht Teilgebiete" erstmals, auf welche Gebiete in Deutschland sich die weitere Suche konzentrieren wird. "Höchste Zeit also, um sich zu informieren, was auf die betroffenen Regionen zukommt, was das Suchverfahren zwar verspricht, aber nicht hält, und wie man sich in die Debatte um den Atommüll am besten einmischen kann."

Auf Einladung der Bürgerinitiative "Kein Endlager im Fichtelgebirge" und von Bündnis 90/Die Grünen, Kreisverband Wunsiedel, sowie Bürgerinitiativen und Aktivisten aus der Oberpfalz und Niederbayern wird Angela Wolff von der Anti-Atom-Organisation ".ausgestrahlt" am Mittwoch, 2. September, um 19 Uhr die aktuelle Entwicklung zur Standortsuche beleuchten und der Frage nachgehen: "Wie lässt sich ein schlechtes Lager verhindern?" Die Teilnahme ist kostenlos.

Im März 2017 hat der Bundestag das Standortauswahlgesetz (StandAG) verabschiedet. Damit sei das Verfahren zur Bestimmung des deutschen Atommüll-Lager-Standorts für hochradioaktive Abfälle vorgegeben. ".ausgestrahlt" habe das Suchverfahren auf den Prüfstand gestellt und zeige gravierende Mängel auf, darunter fehlende Mitbestimmungsrechte für Betroffene, wissenschaftliche Unschärfe, dehnbare Entscheidungskriterien und einen viel zu eng angelegten Zeitrahmen. "Dieses Verfahren läuft Gefahr, nicht zu einem geeigneten Atommüll-Lager zu führen, sondern in eskalierende Konflikte mit der Bevölkerung an den betroffenen Standorten."

Angela Wolff, Redakteurin der bundesweiten Anti-Atom-Organisation, setze sich intensiv mit dem Thema Atommüll auseinander. Der bisherige Verlauf der Atommüll-Lager-Suche zeige, dass Kritik begründet und dringend nötig sei. Im Anschluss an den Vortrag bestehe Gelegenheit zur Diskussion. red

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Die Veranstaltung findet in Form einer Videokonferenz statt, kann aber auch am Telefon verfolgt werden. Sie dauert zwischen 60 bis 90 Minuten. Anmeldung unter: www.ausgestrahlt.de