Wunsiedel - Der SPD-Kreisvorsitzende Holger Grießhammer hat in einem Brief an die BR-Redaktion gegen deren Beitrag über das Fichtelgebirge protestiert. Wie es in einer Mitteilung Grießhammers heißt, weist er darauf hin, dass jede Gegend im Nebel düster aussehe. Deshalb sind seiner Meinung nach die Nebelbilder des Beitrags überflüssig und kontraproduktiv. Niemand käme auf die Idee - wie in den goldenen Oktoberwochen möglich -, die sonnigen Höhen des Bayerischen Waldes mit Bildern aus Passau zu vergleichen, wo sich im Donautal der Nebel tagelang nicht lichtete. Die Anwerbung spanischer Facharbeiter hätte man bei positiver Einstellung auch von einem Unternehmer kommentieren lassen können und nicht von einer Langzeitarbeitslosen. Grießhammer fragt die Redakteurin, wieso sie nicht über einige Vorzeigefirmen berichtete habe. Die Kritik des SPD-Kreisvorsitzenden richtet sich aber nicht nur gegen den BR, sondern auch gegen die "für viel Geld etablierte" Entwicklungsagentur Wiwego. Diese habe sich nicht in das Geschehen eingemischt, obwohl das Aufnahmeteam sechsmal im Landkreis gewesen sei. "Hat diese Einrichtung des Landratsamtes die Bedeutung des Vorgangs nicht erkannt?", fragt Grießhammer. Die vielen verlassenen Häuser, bröckelnden Fassaden und leeren Läden, die in dem TV-Beitrag zu sehen waren, nimmt Grießhammer zum Anlass, die Umsetzung des Landesentwicklungsprogramms der Staatsregierung zu geißeln. In dem stehe, dass alle Landesteile positiv zu entwickeln seien. "Die Wirklichkeit sieht eben anders aus", heißt es in Grießhammers Mitteilung. Alle CSU-Regierungen hätten hier kläglich versagt. "Als Höhepunkt der Unmöglichkeiten" nennt Grießhammer die Empfehlungen des von der Staatsregierung eingesetzten Zukunftsrats.