Wunsiedel Prüflinge beweisen ihr Praxiswissen

Jannis Kraus hat die Aufgaben im simulierten Unternehmen abgeschlossen. Nun folgt das Prüfungsgespräch. Foto: David Trott

Die Abschlussschüler der Wirtschaftsschule stecken mitten in den Prüfungen. Sie analysieren Angebote, setzen Geschäftsbriefe für eine simulierte Firma auf und erläutern ihre Wahl.

Wunsiedel - Jannis Kraus, Schüler der Klasse 10a, hat zusammen mit neun weiteren Schülern des Abschlussjahrganges der Staatlichen Wirtschaftsschule Wunsiedel statt Mathematik das Abschlussprüfungsfach Übungsunternehmen gewählt. Im praktischen Teil der Prüfung musste Jannis für sein "Übungs"-Unternehmen einen Angebotsvergleich per Excel erstellen und seine Entscheidung unter Einbezug quantitativer und qualitativer Aspekte in einem DIN-gerechten Schreiben an die Geschäftsleitung weitergeben. Als Grundlage für den Angebotsvergleich standen Angebote von Lieferanten, das unternehmenseigene Warenwirtschaftssystem sowie eine Onlineplattform aus dem Bereich E-Commerce zur Verfügung. Im anschließenden Prüfungsgespräch durfte Jannis seine Vorgehensweise beschreiben, heißt es in einer Mitteilung der Schule.

Einen weiteren Teil der Abschlussprüfung im Fach Übungsunternehmen haben die Schülerinnen und Schüler schon hinter sich gebracht: Seit Anfang März arbeiteten alle Schüler in Kooperation mit einem regionalen Unternehmen an einer zehn- bis 15-seitigen Hausarbeit zu einem betriebswirtschaftlichen Thema. So wurden beispielsweise die Ergonomie am Arbeitsplatz der Agis Industrie Service GmbH & Co. KG in Marktredwitz oder die Marketingmaßnahmen der Schönbrunner Lang-Bräu untersucht. Auch hierzu fand ein Prüfungsgespräch statt, in dem die Schüler ihre Vorgehensweise und das gesammelte Wissen zum untersuchten Thema vorstellen konnten.

Dank eines Übungsfirmenrings sind alle bayerischen Wirtschaftsschulen miteinander verbunden, sodass ein Übungsunternehmen auf einen festen Kunden- und Lieferantenstamm von rund 240 Firmen zurückgreifen kann. Durch die Kooperation mit Übungsfirmenringen im EU-Ausland steht ein Vielfaches an Kunden und Lieferanten zur Verfügung.

Zwei Drittel der 26 Abschlussschüler streben eine Berufsausbildung im kaufmännischen, sozialen und handwerklichen Bereich an. Ein Viertel wird die FOS besuchen. red

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