Breitenbrunn - "Hier leben im Moment 55 Katzen. Wir sind einfach hoffnungslos überfüllt." Die Tierheimleiterin Anette Hoffmann ist besorgt. Die zur Verfügung stehenden Katzenzimmer sind voll; sechs Katzen müssen sich eines teilen. Da ist es natürlich vorprogrammiert, dass es zu Streitigkeiten kommt; Raufereien und Fauchereien sind an der Tagesordnung. Auch weil einige Katzen eher aggressiv als friedliebend sind. Über eine besonders eigensinnige Katze namens Minka erzählte Hofmann: "Bei ihrem Raum muss man aufpassen. Es ist schon vorgekommen, dass meine Kollegin hier reingegangen ist und sofort die Katze im Gesicht hängen hatte." Heuer erhält das Tierheim besonders viel Zulauf durch Tiere, die von Passanten auf der Straße gefunden werden. "Dieses Jahr ist es so, dass 70 bis 80 Prozent der neuen Katzen Fundkatzen sind", erklärte Hofmann. Oft passen die Vermisstenanzeigen auch gar nicht auf die Katzen, die neu ins Tierheim kommen. Zudem wissen viele Tierbesitzer gar nicht, dass sie sich nach Verlust ihrer kleinen Lieblinge auch im Tierheim nach dem Verbleib ihrer Haustiere erkundigen können. Obwohl viele Katzen im Tierheim eine Heimat gefunden haben, die sie vielleicht gar nicht mehr verlassen wollen.
Wunsiedel Von der Straße direkt ins Tierheim
Von Alexander Bock 22.09.2010 - 00:00 Uhr